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Herr, auf die, Gott gebe! glückliche Stunde ihrer Niederkunft,die vielleicht zu Anfange künftiger Woche eintritt, setze ichmein größtes Vertrauen — und bin beinahe überzeugt, daßdie heilsame Gcgenerschütterung in dem Augenblicke, wo dieVerlassene Mutter wird, ihren zerrütteten Verstand wiederins Gleichgewicht bringt. Die kleinen Hände des neuge-bornen Kindes..werden die beiden Enden des zerrissenen «Bandes ihrer Liebe wieder zusammenknüpfen. Mit himmli-scher Neugier wird sie in seinem Gesichtchen die edeln holdenAüge des Vaters aufsuchen, entdecken, und die Freude desWiedersehens in einem hohen Grade genießen. Sie wirdsich nicht mehr für verlassen in einer öden Welt achten, undihre lange verhaltenen Thränen werden an der Wiege ihresschlummernden Säuglings einen wohlthätigen Ausfluß gewin-nen. — Die Sorge für den kleinen Hülfsbedürftigen wirdihr die Nothwendigkeit ihrer eigenen Erhaltung sanft an dasHerz legen, und so, denke und prophezeie ich, wird sie derAllmächtige, unter dem Vorgefühle besserer Tage, zum Be-wußtseyn ihrer selbst—zu ihrem, jetzt so getrübten glänzen-den Eigenthum und in die Nähe ihres und unsers edelnFreundes zurückführen.
.,2n dieser schönen Erwartung besuche ich täglich die holdeKranke. Während ihres Schlafs, der nach der galligen Ent-ledigung ihres unnatürlich gereizten, sanften, großniüthi-gen Herzens — zum Glücke für ihre Erholung bis gegenMittag anhält, kann ich ihr allein mit meiner Hülfe