Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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uns Männer gestraft hat. So erkläre ich mir wenigstensdie Sache, wenn mir das und jenes von der Donna einfällt,und ich über ihr Glück erstaune. Aber jetzt, glauben Siemir, verdient sie es. Sie ist ganz wieder auf dem Wegeder Tugend, eine zweite Magdalena, liebt ihren Mann undmacht ihn glücklich." „Seit wie lange?" fragte ich. „Seitheute vor acht Tagen," erwiederte er; „sie verlangte, undder Lord freute sich kindisch darüber, in der Franziskaner-kirche, gerade über dem Grabe der tugendhaften Laura ge-traut zu werden. Herr Ducliquet hat sie eingesegnet, dergetaufte Jude hat bei der Ceremonie aufgewartet, und inder Prvpstei" .... „Ist," fiel ich ihm ins Wort, „die Hoch-zeit gewesen?" „Ja," sagte er, „und auch das Beilager."Ich schlug bei dieser Nachricht die Hände gefalten über denKopf. „Barmherziger Gott," rief ich aus, „welch ein Greuelvon Menschenverbindung an deinem Altare! Gute Laura,was für antipetrarchische Gedanken mögen an diesem Tageüber deiner Asche geschwebt haben!" „Ruhig, mein Herr!"erinnerte mich der Propheten-Wirth, „meine Nichte bemerktSie. Lassen Sie uns Alles vergessen und vergeben seyn, wasvorbei ist, und gedenken Sie künftig der Lady Baltimore im' Besten. — Doch ehe wir uns trennen, mein Herr, denn ich

sehe, daß meine Herrschaft einsteigt, muß ich Ihnen geschwindeinen Irrthum benehmen, in welchen ich Sie in AniehungIhres Landsmanns gesetzt habe. Es war eine boshafte Nach-rede seiner fortgejagten liederlichen Bedienten, denen ich