Band 
[Fünfter und sechster Band.]
Seite
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Maler auf einmal den Schaum natürlich an der Schnauzedes Hunds hängen und die Schwierigkeit überwunden sah.

Dies Geschichtchen, lieber Eduard, hat viel Aeynlichesmit dem meinigen. Ich darf mich auch wohl rühmen, diephysischen und moralischen Uebel, von denen mich Sabathierund andere gute Menschen heilten, eben so treu nach derNatur auf meinem dir gelobten Votiv-Gemälde geschildertzu haben, als nimmermehr Protogenes die kläglichen Umständedes Hundes auf dem seinigen, bis auf den Stein, den ich,wo nicht in der Leber, doch in der Einbildung mit mirherumtrug. Mit dem, sagte ich immer zu mir, wird eswohl nicht bis zum Malen kommen, und wenn der unterdeinen abgeschüttelten Gebrechen fehlt, ist dein ganzes Ex votonichts werth. Es war die letzte und Hauptschwierigkeit, aberauch sie ist nun, Gott sey Dank, durch den Schwamm gänzlichgehoben, den mir der ungeduldige Doktor an den Kops warf;denn was könnte jetzt meinem Bilde noch zum endlichenAufhängen in deinem Tempel abgehen? So sonderbar auchdas Betragen des Mannes gegen den Ernst abstach, den ichan unsern Aerzten gewohnt bin, so gestehe ich doch, daß mirdie scharfsinnigste Entwicklung meiner verworrenen Organenicht halb so viel Freude gemacht hätte, als es sein Spottthat. Ich konnte nun mit entzückender Beruhigung aufD. Kämpf als einen Ignoranten herabsehen. Von welchemfesten Stoff muß nicht meine Lebenskraft seyn, da so einMann nicht einmal einen Versuch mit ihr machen will!