Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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will, genug, ich genoß lange, auf Gefahr geblendet zu wer-den, diese eben so glückliche als kritische Lage auf meinemLehnstuhl. Endlich wünschte ich mir die Schönheiten der Ferneum einige Schritte näher, erhob mich leise von meinem Sitz,und wollte eben meine süßen Betrachtungen fortsetzen, alsein Blick auf die Wanduhr, die anschlug, mich, wie vomDonner gerührt, neben Margots Bette niederstürzte. —Jetzt, dachte ich, und Thränen löschten schnell die Flammenmeiner Augen, jetzt tritt jene tugendhafte Dulderin vor ihrGitter, blickt wehmüthig gen Himmel, und flehet zu Gottum die Wohlthat einer Zähre. Segen über den Mann, derzuerst der Zeit eine Stimme gab! Mit Betrübniß überblickteich mein zagendes Herz, mit Crröthen die in aller UnschuldSchlummernde, erhob mich von meinen Knieen, deckte mitdem Ernste eines väterlichen Freundes, was zu decken war,und nun erst weckte ich sie. Sie flog mir mit liebkosendemFrohsinn entgegen, und auch ich freute mich, daß ich nichtganz unwerth war, ihren Morgenkuß zu erwiedern. „Willstdu nicht deinen Mann aufsuchen, Margot, und unser Früh-stück bestellen?" Voll jugendlicher Heiterkeit hüpfte sie mirsogleich aus dem Gesichte, und ehe ich noch ganz die meinigewieder erlangt hatte, kam sie mit dem glücklichen Sterblichenzurück, der ihre Liebe besaß. — Er trug eine Schaale mitMilch herbei, sie ein Körbchen mit Obst. — Es warenauch Pfirschen von den besten Sorten, jedoch meiner jetzi-gen gesündern Einbildungskraft ohne Gefahr, darunter.