Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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nicht so dringend, um darüber einen schönen Anblick aufzu-geben. Ich darf ja nur die Postpferde spater bestellen. Nachdrei Uhr also, lieber Herr Notar, will ich mich einstellen."

Er nickte mir bloß mit dem Kopfe zu, ergriff verdrießlichseinen Hut und ging. Unter der Thür drehte er sich nocheinmal nach mir um. „Wenn Sie lange Weile haben undwollen nnterdeß, bis ich zurückkomme, meiner Tochter zu-sprechen, so steht es bei Ihnen. Die Venus aber kann Ihnenfreilich ein Mädchen nicht aufdecken. Der Kellner weiß, wowir wohnen." Er war schon auf der Treppe, ehe ich antwortenkonnte. Das ist ein wunderlicher Heiliger, dachte ich; erstso gesprächig und nun so kurz abgebrochen! Sollte er dennaus den Paar Worten, die ich über den Preis seines Ge-mäldes fallen ließ, einen Knauser in mir vermuthen, der erstden Vater treuherzig gemacht hätte, um durch jüdischen Han-del die Verlegenheit der Tochter zu benutzen und ihren ohnehingeringen Brantschatz noch zu schmälern? Das möchtewohl bei andern Käufern der Fall seyn. Nein, ich will nichtzur Ungebühr solche preßhafte Personen noch mehr pressen.Das schwör' ich bei dem Andenken des unsterblichen Titian.

Es wäre doch drollig, Eduard, wenn das abgeschmackteBeziers mir zu einem Kleinod verhülfe, nach welchem ich,seit ich denken und fühlen kaun, vergebens geangelt habe.Aum Glück — auch in dem Fall sogar, wenn die mißlichenUmstände eines einzige» Sprößlings den Vater auch nicht zueinen« Sons Nachlaß bewegen könnten, — bleibt meiner