Schlucken 527
3>%rt schränken, nur das im allgemeinen ihnen zu Grunde liegende Princip anzugeben. Dieftttnibrfl 9 ™ ^ inb ^ ier in ber Wche eingerichtet, daß sie nicht blos, wie bei dem gewöhnlichenfti,J Schlosse, einfach aus der Kerbe des Riegels entfernt, sondern genau auf eine be-itttjjj e Höhe gehoben werden müssen, da sie bei nur etwas zu großer oder zu geringer HebungHöhe ■ n ° 1 ^ die Bewegung des Riegels verhindern. Bei den verschiedenen Zuhaltungen ist diese^eich/v^ verschiedene. Der dazu gehörige Schlüssel muß daher eine solche Form haben, daß erist kh,x 3 sämmtliche Zuhaltungen auf die richtige Höhe hebt, ehe er den Riegel fortschiebt. Es^dselb' ^ derartige Schlösser eine weit größere Sicherheit geben als'das Ringschloß/ da beibyx! ^ die beweglichen Theile, welche die Zuhaltung bewirken, im Innern des Schlosses ver-bog f b unb die Anfertigung eines Nachschlüssels, ohne daß der ursprüngliche als Muster^iellu ' unmöglich ist. Außerdem ist die Zahl der für jede Zuhaltung möglichen
i[ej ne 'i3 en mcht durch eine bestimmte Zahl von Zeichen beschränkt, sondern es genügt eine sehrhcheg pvon der richtigen Lage, um die Oeffnung zu hindern, sodaß die Zahl der mög-bi e j e Sl?-^""^vven im allgemeinen als größer zn betrachten ist. Absolut sicher sind jedoch auch5 6 ff er vicht; auch bei ihnen können die Zuhaltungen durch einen auf ähnlichen Grund-Uiii) eruhenden Kunstgriff, wie der bei dem Ringschloffe angeführte, der aber weit schwierigerdllch ^ svit besonders eingerichteten Instrumenten auszuführen ist, die Zuhaltungen der Reihebest^ b richtige Stellung gehoben werden. Die Sicherheit ist jedoch eine sehr große, wie amdou hervorgeht, daß der Amerikaner Hobbs, der auf der londoner Industrieausstellung
52 dvrch die Oeffnung eines als völlig sicher betrachteten Bramahschlosses den dafür ans-bet 0011 ^000 Guineen gewann, und der wol als der geschickteste Schlvßöffner
lichtz ^ert "Zusehen ist, sich dazu eine Zeit von vier Wochen ausbedungen hatte und eine wirk-^är tz^ b d>tszeit von 52^ Stunden, also über fünf Arbeitstage, darauf verwendete. AllerdingsSchloß ein vorzüglich gearbeitetes und hatte nicht weniger als 18 Zuhaltungen. Manein e n> et l e ^ beni Verbesserungen angebracht, die die Oeffnung noch mehr erschweren, wie % B.
'^ tun 3' du, sobald die Zuhaltung nur im geringsten über die richtige Höhe gehobena tt j' b ?. § Offnen völlig unmöglich machen, und man darf daher wohl behaupten, daß durch der-^.Schltzsier jeder wünschenswerthe Grad von Sicherheit zu erreichen ist.b^Allckeil. Das Schlucken oder Schlingen ist ein ziemlich verwickelter Vorgang, insofernverhältnißmäßig große Zahl von Muskeln in gesetzmäßiger Reihenfolge thätig sind.^v^keln gehören der Zunge, dem Zungenbein, dem Gaumen, der Rachenhöhle, dem Kehl-^Uerst b br Speiseröhre an. Es lassen sich drei Abschnitte der Schluckbewegung unterscheiden.3»n der Bissen auf der hohlgemachten Zunge gesammelt und sodann durch ein von derhi^ zur Zungenwurzel fortschreitendes Andrücken der Zunge gegen den harten Gaumen^itka W Ordern Gaumenbogen (f. Gaumen) gedrängt. In dem nun beginnenden zweitenSchluckens ist die Zunge nach vorn und oben gebogen, bildet daher eine schrägedie ^ ""j der der Bissen herabgleitet, während sich zugleich der sogenannte Schlundkopf hebt,faßt der Speiseröhre dem Bissen nähert und der Bissen durch die Schlundmuskeln um-
ö gedrängt wird. Hierbei ist es von besonderer Wichtigkeit, daß, sobald der
d^heru ^ dordern Gaumenbogen passirt hat, die beiden Schenkel dieses Bogens sich einanderMischenzugleich an die gehobene Zungenwurzel anlegen und somit einen festen Verschlussö 8^n§ r* b: unb ^vchenhöhle bilden; ferner daß die beiden Schenkel des Hintern Gaumen-cheu ^ Ebenfalls einander und zugleich der Hintern Rachenwand nähern, während das Zäpf-bet bleibende Lücke ausfüllt, auf welche Weise eine fast horizontale Scheidewand zwischen
äUtn und dem Eingang zur Nasenhöhle gebildet wird; endlich daß auch der Eingang
von theils durch den Kehldeckel, theils durch anderweite Mittels geschlossen wird. Dem
bie ^ Nlundmuskekn umfaßten und gepreßten Bissen bleibt somit kein anderer Ausweg alsjeder ^'"bhre. Wird aber infolge von Lähmungen oder Defecten der betreffenden Theile einerkann 3ut Mund-, Nasen- oder Kehlkopfhöhle beim Schlucken nicht fest verschlossen, so
^fe o? Dber die geschluckte Flüssigkeit einen falschen Weg nehmen, insbesondere in dieöliger an t b p" Kehlkopf (sogenanntes Verschlucken) gelangen. Ist der Bissen in der Speiseröhreschreite«?'^.beginnt der dritte Zeitraum des Schluckens, in welchem der Bissen durch fort-id den ^vsammenziehunaen der Speiseröhre, zum Theil auch durch seine Schwere, nach untenDerN getrieben wird.
Haben wT • 9 ber Schluckbewegung ist willkürlich, ihr Fortgang erfolgt sodann unwillkürlich.3u% n r einen großen Bissen geschluckt, so fühlen wir deutlich, wie derselbe ohne unser weiteresugsam in die Speiseröhre hinabsteigt. Es ist interessant, daß man nicht mehr als