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Seife
.culate
sümirt. Eine durchaus unglückliche, weil allen chemischen Grundsätzen widersprechende spe ^ist die vor einiger Zeit von,England aus vielfach angepriesene Chlorseife, ange» 1 _ -Verseifung der Fette mit Chlorkalklösung oder durch Einweichen fertiger Seife ' n . e »” e 'Ldarstellbar; der größte Theil der Fettsäure wird dabei in unlösliche und deshalb unwirsiaseife verwandelt. Die Toilette - oder parfümirten Seifen sind ebenfalls sehr häustI^^lose, aber zu hohen Preisen ausgebotene, stark gefüllte Seifen; nicht selten wirken siementlich die kalt bereiteten sogenannten chemischen Seifen, wegen eines Ueberschusses von ]Alkali nachtheilig auf die Haut. Die Darstellung derselben bildet einen wichtigen Zweigfümerie und wird auf sehr mannichfaltige Weise vorgenommen. Theils bereitet man " .Umschmelzen und Parfümiren gewöhnlicher Seife, theils durch kalte Parfümirung ^fertiger Seife, theils endlich stellt man direct für diesen Zweck Seifen aus sehr reinen ^dar, welchen man dann ätherische Oele und Farbstoffe einverleibt. Die Methode deswird so ausgeführt, daß man die Seife in dünne Späne hobelt, unter beständigemschmilzt, dann die Riechstoffe zusetzt und zuletzt in Formen bringt. Die kalt parfümirtenpilirten) Seifen bereitet man durch Kneten der in Späne geschnittenen Seife mitund färbenden Stoffen; als Farbstoffe' dienen vorzugsweise Ultramarin, Zinnober und d>e tCLösung von Stärkezucker in Kalilauge. Zur directen Verseifung werden vorzugsweise >Fette, wie Schweinefett, Mandel-, Provencer-, Cacao-, Walrathöl, außerdem frisch au-ge ^Talg ,und gebleichtes Palmöl verwendet; als Lauge dient eine reine Aetznatronlösung ^die weichen Seifen (cremes) Kalilauge. Die meisten dieser Seifen werden einfach durch 3
menrühren der heißen Fette mit Aetzlauge dargestellt, gehören also zu den kalten oder g°rSeifen; sie enthalten sämmtlich Glycerin, häufig auch unverseiftes Fett oder freiesstehen deshalb den aus ausgesalzenen Natronseifen bereiteten nach. Wir führen ausZahl wohlriechender Seifen, die namentlich von Paris aus debitirt werden, einige dermit ihren Bereitungsvorschriften nach Wagner und Schwanert an. Windsorseife:englische Windsorseife war ein Gemisch von Schmalz - und Oelnatronseife, mit Küm>»e ^vendel- und Rosmarinöl parfümirt; jetzt nimmt man meist Talgnatronfeife allein oder m>von Palmölseife und macht mit Fenchel- und Kümmelöl wohlriechend. Rosen seife: -.„jjl,Oelseife und 40 Pfd. Talgseife werden geraspelt und kalt mit 1 Pfd. Zinnober, 6 Unzen >^o1 Unze Sandelholzöl, 1 Unze Geraniumöl und 8 Unzen Moschustinctur durchgeknetet.an Uongust: 60 Pfd. harte weiße Seife werden mit Caramel braun gefärbt und miteines beliebigen Bouquets parfümirt. Als Wandelseife gehen sehr verschiedeneHarte Mandelseife bereitet man durch Zusammenrühren von 50 Pfd. Mandelöl m>t «„ft*'Natronlauge von 1,33 specifischem Gewicht bei 60 — 70°; man parfümirt mit echtem »W spjJ.lichem Bittermandelöl (Nitrobenzol). Nach einer andern Vorschrift löst man in einerbittern Mandeln und 3 Pfd. Rosenwasscr bereiteten Emulsion je 1 Pfd. Talg- und Mar>e>durch gelindes Erwärmen, siedet nach Zusatz von 1 Pfd. sechsprocentiger Natronlaugezähen Seifenleim und salzt diesen mit 4 Loth Kochsalz aus. Weiche Mandclseife (creme - e [tdes ameres), welche vorzugsweise zum Rasiren dient, wird durch Rühren von 20 Pfd.SaMmit 10 Pfd. Kalilauge von 1,33 specifischem Gewicht dargestellt; man reibt die erstarrte ,^jrteinem Mörser, bis sie eine gleichmäßige Mischung von perlweißer Farbe darstellt, und p^ >mit Nitrobenzol. Feigenseife wird aus Kalilauge mit Olivenöl und etwas Talgbeliebig wohlriechend gemacht; sie ist weich und wegen des Stearinsäurcgehalts körnig- ^ ,„j!rathseife enthält höchst selten Walrath, der sich nur schwer verseift; in derBergamott- und Apfelsinenöl aromatisirte harte Talgseife. Honigseife: 40 Pfd. weißeseife werden geschmolzen mit 10 Pfd. Honig, 2 Pfd. flüssigem Storax und 1 Pfd.gemischt. Schaumseife (schwimmende Seife) kann aus jeder harten Oel- oder Talguu ^ ^\\tdargestellt werden; man löst die Seife in % ober y a Wasser und agitirt die Lösung fl ufeines Rührapparats, am besten einer stehenden Flügelwelle, bis der entstandene zähedas doppelte Volumeü gestiegen ist, darauf setzt man Parfüm zu, schöpft in Formen, läpund zerschneidet. Transparente (durchscheinende) Seifen werden durch Auflösenneter Talgseife in achtzigprocentigem Weingeist dargestellt. Man erwärmt gleiche Gewi ^Seife rknd Alkohol in einer Destillirblase bis zur völligen Auflösung der Seife, destillirt edritten Theil des Spiritus ab, läßt eine Stunde lang absetzen und gießt die klare j e 6eit ' llLösung in Blechformen. Parfünierien und Farbstoffe werden der Lösung vor dem Äusg ^alkoholischer Lösung zugesetzt; am gebräuchlichsten ist Cochenille- oder ÄlkannatincturCurcumetinctur für gelbe Transparentseifen. Die erstarrte Seife ist anfangs trübe un