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Harnblase — Harnfluß.
l '' e Jauche als Düngung um so wirksamer ist, wenn sie ln großen, ver-schlossenen Jauchenbehältern in großen Massen gährt. Es erfolgt dann keinWrlust an pflanzennährenden Theilen, wie dies wohl stattfindet, wennö>e Jauche in breiten, nicht zu tiefen Lachen, mit einer großen Fläche der°ust ausgesetzt, gahren muß. In diesem Falle setzt sich mehr Schlamm ab,die Jauche durch die Gahrung gewinnt. Die Anlegung von genugsamgroßen, verschlossenen Jauchenbehältern neben der Mistgrube ist daher einGegenstand von besonderer Wichtigkeit, dem man leider in vielen GegendenUvch zu wenig Aufmerksamkeit widmet (vgl. Miststatle). Ueber die Behand-lung und Verwendung der Jauche s. Dünger.
Harnblase, dient zur Aufnahme des in den Nieren bereitetenHarns. Es ist eine eiförmige, aus mehreren Schickten bestehende Blase;>hr vorderer, weiter, gegen die Gedärme gewandter Theil heißt der Blasen-8rund, der mittlere Theil der Blasenkörper, und der Hintere Theil, der anÖ-'s Mittelfleisch grenzt, der Blasenhals, der durch allmalige Verengerung^ Körpers entsteht. Als Fortsetzung des Blasenhalses entsteht die Harn-röhre, die in dem weiblichen Thiere in die Scheide dringt, in dem männ-lichen an der untern Flache der Ruthe verläuft. Der aus den Niercnkel-chen in das Nierenbecken, und von da in den Harnleiter, aus diesem aber^spfenweise in die Harnblase getretene Harn verweilt einige Zeit in letzte-ttc <- wo ein Theil Wasser aus ihm eingesaugt, dagegen ihm Schleim zuge-^scht wird. Soll der Harn aus der Blase ausgeleert werden, so erschlafftfc Schließmuskel der Blase, die Bauchmuskeln, der Zwerckmuskel undÜblich ber Harntreiber ziehen sich zusammen und stoßen den Harn in einem^rronie aus.
s HarmflrlH, Harnruhr, Lau terfa ll, kalte Pisse, eine^»nkheit der Thiere, welche in einer übermäßigen und widernatürlichen Ab-^Nderung des Urins besteht. 1) Bei Pferden. Das Pferd laßt oft und^gewöhnlich viel Urin, und ungleich mehr als es Waffer gesoffen hat, ja!>öst dann noch., wenn man es gar nicht saufen läßt. Der entleerte Urin»l hell, wässerig und von ganz eigenem (veilchenartigem) Gerüche. Das?>krd stallt, ohne eine besondere Stellung dazu anzunehmen, oder es hat?'gen Andrang des Harns nicht Zeit dazu; der Stand ist immer naß und?>bt voll Urin; Hengste schachten säst gar nicht aus. Bei Wallachen und^"Sstm kommt es auch vor, daß sie das Ausfließen des Harns gar nichtOrdern können sondern er fließt tropfenweise aus der Ruthe in den Schaft,aus diesem auf die Erde; in diesem Falle ist der Blasenhals erschlafft,tz" Freßlust ist in der Regel bei dieser Krankheit ganz natürlich , aber derhingegen so ungeheuer groß, daß das Pferd gar nicht zu sättigen ist;bet, übermäßigen Harnabgang wird das Pferd, der guten Freßlust un-,' beunoch immer magerer, so daß dasselbe endlich, wenn auch erstz, ^ Wochen oder Monaten, an Abzehrung zu Grunde gehen kann, obwohlselten der Fall ist — Gewöhnlich entsteht der Harnfluß lediglichh ^ öern Genuß von dumpfigem Futter, ganz besonders nach schimmligem. dumpfigem Hafer, zumal nach Schiffshafer; außerdem kann er°uch durch plötzliche Erkaltung, durch faules, schlechtes Wasser alsdy?^uk, durch das Füttern mit crfrornen Gartengewächsen, durch den Ge-scharfer Kräuter u. s. w. erzeurt werden. Zur Verhütung dieser Kcank-»i,d man eben genannte Ursachen und gebe gutes gesundes Futter
reines Getränk.— Dir Heilung dieser Krankheit ist übrigens ziem-