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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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521
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Hauendes Schwein Haujage». 521

Brandmauern, oft nur von ungebrannten, bloß getrockneten, sogenanntenBleich- oder Luftsteinen aufgeführt.

.hauendes Schwein, s. Frischling.

hänfen, heißt in Berlin ein Maß des zum Verkauf ausgesetztenBrennholzes von 3 rhein. F. Klobcnlange. Der Haufen ist 18 F. langund 9 g. hoch, enthalt demnach 486 Cubikfuß oder 4preuß. Klafter.Der Torf wird in Berlin ebenfalls in Haufen verkauft und zu einemHausen 60 große oder 240 kleine Körbe gerechnet.

.Hauhechel, die dornige Ochsenbrech (Ouonis spinosa), ein Im-mergrüner, kriechender, dorniger Erdholzstrauch, der auf dürren Feldern undHeiden wild wächst. Die Rinde der schwachen Triebe ist rothbraun, be-haart und es endigen sich die Zweige in spitzige Dornen. Die kleinen Blat-ter sind keilförmig, an der Spitze abgerundet, zur Halste fein gesagt, undauf beiden Seiten behaart. Die rothe Schmetterlingszwitterblüthe erscheintim Juni und der in braunen Hülsen befindliche Same reift im October.Diese Pflanze ist ein auf Wiesen und Weiden höchst verderbliches Unkraut,weil es sich dort, sowohl durch seine 2 F. lief in die Erde dringende, aus-dauernde Wurzel, als durch seinen häufigen Samen ebenso schnell und all-gemein verbreitet, wie die alte stachlige Pflanze dem Viehe im höchstenGrade zuwider ist. Wasser über die mit Hauhechel verunreinigten Wiesen-flachen geleitet, ist das beste und sicherste Vertilgungsmittel. Die singers-dicke, ästige Wurzel, die sehr lang, kriechend, zäh, außen braun, innenweiß ist, wird als ein gelind eröffnendes, auflösendes und harntreibendesMittel in der Wassersucht angewendet; ein gutes Mittel soll sie sein, wenndie Pferde nicht stallen können. Besonders wirksam ist die Rinde der Wur-zel. Die Abkochung der Zweige der Pflanze färbt braungelb, mit Alaungebeizte Wolle schwefelgelb, mit Zinnauflösung gebeizte citronengelb; dochmacht man in der Färberei keinen Gebrauch davon. Außerdem kommenaber noch viele Arten von dieser Pflanze, als Zierpflanzen vor. Die Botani-ker zahlen 68 Arten, a) Die rundblatlrige Hauhechel (Ononis ro-tundifolia), blüht im Juni, in der Schweiz und in Tyrol. Der l^F. hoheStengel hat 3zählige Blätter, mit ovalen, gespitzten, gezähnten Blättchen;die gestielten Blumen zu 2 bis 3 sind groß, rosenfarbig, carmoisin ge-streift; ist eine Rabattenblume. b) Die strauchartige Hauhechels0. krutieooa), blüht im Juni und Juli, aus Südfrankreich. Der un-bewehrte Strauch wird 2 F. hoch; seine Blätter sind 3zähliq, die Blätt-chen lanzettlich, sageartig; die weißen mit Roth schattirten Blumen stehenzu 2 bis 3 auf einem Stiele. In trockner, geschützter Lage dauert er un-sere Winter aus; wird aus Samen gezogen, c) Die, krause Hauhe-chel (O. crispa), strauchartig, hat Stengel mit klebrigen Haaren besetzt;die Blatter sind 3- oder 5theilig, mit verkehrt-eiförmigen gefalteten Blätt-chen; die gelben Blumen mit rothgestreiftcr Fahne sitzen einzeln in denBlattwinkeln, d) Die gelbe Hauhechel (0. nairix), ausdauernd, mitästigen Stengeln, Zzähligen Blättern und länglich runden Blättchem die ander Spitze gezähnt sind; die gelben Blumen haben rothgestreifte Fähnchen.Auch diese ganze Pflanze ist klebrig und riecht theciakarlig. Die beidenletztern^sind als Topfpflanzen zu behandeln.

Haujagen, nennt man da, wo die Forste in Jagen abgetheilt sind,>vie im größten Theile des preußischen Staates, dasjenige Jagen, worin ge-rade jetzt vorzüglich gehauen wird, oder das' zur Verjüngung bestimmt ist.