Hebcr.
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richten Ist, so hat man den Heber auf mehrere Welse durch Ansitze oderBiegungen abgeändert, um das Füllen zu erleichtern. Eine solche Einrich-tung ist z. B. a) der sogenannte doppelte oder pharmaceutische Heber,welcher sich von dem gewöhnlichen nur durch eine Ansatzröhre unterscheidet,die an dem länger» Schenkel auswärts in einiger Entsetnung von dessenOeffnung und etwas über das Knie des Hebers hinausragend in Formeines lateinischen 8 angebracht ist, und durch welche das Ansaugen mitaller Bequemlichkeit erfolgen kann, wahrend der kürzere Schenkel in dieFlüssigkeit geraucht wird. b) Hat man den gewöhnlichen einfachen Heberan einer Stelle 'seines langem Schenkels zu einer kugelförmigen Erweiterungaufgeblasen, so reicht es hin, diese Kugel und den bis dahin reichendenTheil des Hebers direct zu füllen, um nachher beim Umkehren des Hebers'und Einsenken des kürzern Schenkels in die Flüssigkeit einen ununterbroche-nen Ausfluß der Flüssigkeit zu bezwecken, indem diese dann von selbst an-steigen und den Heber füllen wird. c) Auch der VaumgartnerschcHeber läßt sich sehr bequem fülle»; der längere Schenkel des Hebers ist hiernehmlich wieder aufwärts gebogen und endigt sich in einem Trichter, derhöher als die Biegung fein muß. In der untern Biegung, die durch daswieder Aufwärtsbiegen des länger» Schenkels entsteht, befindet sich eine Oeff-nung, welche mit dem Finger verschlossen wird, während man in den Trich-ter Flüssigkeit einschüttet, bis der Heber gefüllt ist, worauf man das Lochin der untern Biegung öffnet, wo der Heber anfangen wird zu fließen.>1) Ein Heber, den man durch Einblasen von Lust füllen kann. Hier istder kürzere Schenkel wieder aufwärts fast zur Höhe der Biegung gebogen,in der dadurch entstehenden untern Biegung aber, welche man in die Flüs-sigkeit einzutauchen hat, ist eine kleine Oeffnung vorhanden, durch welchedie Flüssigkeit in den H.ber eintritt und sich in betörn Schenkeln ins Ni-veau setzt. Bläst man nun Lust am Ende des verlängerten kürzern Schen-kels in die Mündung ein, so kann die Flüssigkeit nicht schnell genug durchdie enge Oeffnung in der untern Biegung wieder heraustreten, sie steigt alsoin dem kürzern Schenkel an und füllt den Heber, wofern nur genug Flüs-sigkeit in denselben hineingetreten war. — Diejenigen Heber, welche zumAbziehen ätzender Flüssigkeiten gebraucht werden sollen, müssen so einge-richtet sein, daß die Flüssigkeit dabei weder mit dem Finger sbeim Zuhalteneiner Oeffnung), noch viel weniger mit dem Munde (beim Ansaugen )■ inBerührung kommen kann, deshalb entspricht schon die unter <I) angegebeneVorrichtung diesem Zwecke. Andere noch zu diesem Zweck empfohlene sindfolgende: a) Man läßt dem kurzen Schenkel eines gewöhnlichen einfachen,Noch ungefüllten Hebers durch die Durchbohrung eines Pfropfs gehen, mitwelchem man das zu entleerende Gefäß verschließt, und bläst durch einegerade Röhre, die mittelst einer andern Durchbohrung des Pfropfs in das-selbe Gefäß über die Flüssigkeit tritt, Luft hinein, wodurch die Flüssigkeitin dem Heber hinaufgetrieben werden und diesen von selbst füllen wird.b) Der Vaumgartnersche Heber entspricht ebenfalls dem Zwecke, ohne Ver-schließung der Oeffnung mit dem Finger nöthig zu haben, wenn diese Oeff-v'Ung klein genug ist, daß beim Einguß von Flüssigkeit durch den TrichterNicht augenblicklich alles durch diese Oeffnung auslaufen kann, sondern ein^heil davon in dem längern Schenkel emporsteigt. So wie man mit dem^'»gießen aufhört, wird diese Flüssigkeit bei jener Oeffnung nun auslaufen,und die Flüssigkeit aus dem Gefäße, in welches der längere Schenkel schon