Hecht.
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nach und nach auffrißt, besonders aber der Karpfcnbrut in den Teichen sehrnachtheilig wird, so muß man sich im Allgemeinen sehr hüten, ihn inKarpfenteiche zu setzen. Ist jedoch ein Karpfenteich noch mit andern Fi-schen, als Karauschen, Schleihen, Rothaugen, Weißfischen u. s. w. über-häuft, so kann man mit Nutzen Hechte in den Teich werfen, indem sieschnell mit den kleinen Fischen aufräumen, und, so lange sie Uebcrflußhaben, sich nicht so leicht an die großen Karpfen wagen. Beim Ablassender Teiche und Herausfangen der Fische muß man jedoch dafür sorgen/ daßkein Hecht darin bleibe. Immer ist es jedoch schwer zu verhüten, daß indie zur Brüt bestimmten Teiche kein Hecht komme; denn ist einmal einHecht darin gewesen, so kann der Teich nicht anders davon gereinigt wer-den, als daß man ihn viele Jahre trocken liegen läßt. Bleibt an einigenOrten nur ein wenig Wasser übrig, so werden sich kleine Hechte darin er-halten, die sich nachher vergrößern und vielen Schaden anrichten werden.Wegen seiner Unverträglichkeit mit andern Fischen pflegt man daher denHecht in besondere Hechtteiche zu setzen. Man wählt hierzu gern kalteTeiche, in die man sonst keine Karpfen setzen kann; doch muß man ineinen solchen Teich Wasser aus einem nahe gelegenen Bache oder Flussedurch Gräben oder weite Rinnen leiten, damit es dem Hechte kleine Fischezur Nahrung zuführen könne, oder, in Ermangelung von Gelegenheit hierzu,etwas von den aus andern Teichen ausgefischten Speisefischcn, oder, wennauch diese nicht zu haben sind, einige Laichkarpfen zu den Hechten einsetzen,von deren Brüt sie sich nähren können. Da übrigens die Hechte, wennsie groß und zahlreich werden, ihre eigene junge Brüt zu vertilgen pflegen,so müssen alle Jahre die größten herausgefangen werden. Der Hecht kann40 bis 60 Jahre und darüber alt werden, man will sogar 200jährige undnoch ältere gefunden haben. Man sortirt die Hechte nach ihrer Größe undnennt sie Haupt-, Schüssel- und Gras- oder Brathechte (diesich noch im ersten Jahre ihres Alters befinden). — Der F a n g der Hechtewird mit Wathen, Hamen, Wurfgarn. Reusen, Angeln und Leinen be-wirkt. Eine unterhaltende Angelmelhode ist unter andern folgende. Hammel-blasen werden gut aufgeblasen, fest zugebunden, ein starker Bindfadendaran befestigt, der halb so lang sein muß, als das Wasser tief ist, andiesen Bindfaden eine, mit einem kleinen lebendigen Fische beköderte, Angelbefestigt, dann ins Wasser geworfen und dem Winde überlassen. Amandern Morgen sieht man nach und erkennt an der wechselnd auf- und ab-steigenden Bewegung der Blase, daß sich ein Hecht gefangen hat. Man fährtnun mit einem Fahrzeuge nach dieser Blase, die man wegen der Versuche, dieder Hecht macht, um wegzuschwimmen, oft lange nicht einholt. In Er-mangelung eines Fahrzeuges kann man an die Blase, bevor sie ins Wassergeworfen wird, einen langen Bindfaden befestigen, mit welchem sie ansUfer gezogen wird. — Man fängt den Hecht in großer Menge in Schlesien,Böhmen, Ungarn, auch hier und da im Brandenburgischen, in der Oder,Spree und Havel; und es wird zur Herbstzeit ein ansehnlicher Handel da-mit von Frankfurt a. d.O., Wrietzen, Strelitz, Alt- und Neu-Brandenburgaus getrieben. Den Haveler oder schwarzen Hecht hält man für den besten;er wird in Viertelstonnen zu 60 bis 64 Pfd. Gewicht verkauft. InUngarn salzt man. ihn ein und verfährt ihn tonnenweise nach Oestreich,Polen und den angrenzenden Provinzen. An der Ostsee verhandelt manihn lufttrocken. — Das Fleisch des jungen Hechtes ist zart, mager,