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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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Die Nothwendigkeit, daß sich die Staatsregierung umdie Frage, ob die Produktion des Waldes für die Bedürf-nisse des Landes genüge, kümmere, ist im vorher. Paragra-phen begründet, es leuchtet aber ein, daß bei der Eigen-thümlichkeit des Waldgewerbes die Kraft oder die Machtdes einzelnen Staatsbürgers nicht ausreicht, um das etwahereinbrechende Uebel aufzuhalten oder zu begegnen, und daßdeshalb der Staat mit dem ganzen Gewichte seiner Machteintreten muß. Es ist in dieser Richtung dem Holzman-gcl sowol, als dem Holzüberfluß zu begegnen, weilbeide, nur in verschiedener Weise nachtheilig wirken.

Holzmangel, wenn er wirklich besteht, wird sichdaran erkennen lassen, daß die vorhandenen Material-Vor-räthe die Nachfrage durchaus nicht befriedigen können, undder Preis des Holzes auf eine Höhe steigt, welcher vondem größten Theile der Konsumenten nicht zu tragen ist.Bei den in Deutschland bestehenden Verhältnissen kann einHolzmangel nur vorübergehend sein, indem bessere Culturdes Waldes, also höhere Produktion, größere Sparsamkeitim Verbrauch, das massige Vorhandensein von Brennstoff-Surrogaten und die so sehr gesteigerten Verkehrsmittel, denwirklichen Mangel bald beseitigen werden. Daß aber dieHolzpreise ungeachtet der ausgedehnten Anwendung derBrennholz-Surrogate in Deutschland in der Hauptsachestets im Steigen bleiben werden, dürfte nicht zu bezweifelnsein, denn es wirkt dahin die gestiegene und bislang imVorschreiten bleibende Bevölkerung und die mit dieser inVerbindung stehende Abtretung von bedeutenden FlächenForftgrund zu landwirthschaftlichen Zwecken, welches beidesdie bessere Waldwirthschast mit einem höhern Ertrage nicht