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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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zu decken vermögend sein wird ^). Aber dieses Steigen derHolzpreise, so lange dieselbe» nicht eine gegen die übrigenLebensbedürfnisse und die Ernährungsquellen des Volkesangemessenere Höhe erreicht haben, ist ein ungünstiger Zu-stand nicht, weil dadurch allein ein richtiges Verhältnißzwischen den verschiedenen Zweigen der Bodenproductionhergestellt werden kann. Am höchsten sind die Preise ineiner fruchtbaren, gut angebauten Ebene, wo Ersatzmittelfehlen, welches z. B- früher in der Magdeburger Gegendder Fall war. Jetzt werden dort viele Steinkohlen gebrannt,doch kostet die Klafter Buchenholz noch 10'/- Rthlr. Daseichene Böttcherholz im anhalt'schen Revier Klein-Zerbst ist1 Stunde von der Elbe zu 18 Rthlr. verkauft. — InBaden ist für die Klafter — 1,16 preuß. der höchste Preisfür Buchenholz im Forstbezirk Tauber-Bischofsheim mit18 Fl. rh. bezahlt.

Zu niedrige Holzpreise beim Holzüberfluß habendie Folgen, daß der Boden, welcher zur Holzerziehungverwendet wird, im Verhältniß zu andern Bodenerzeug-nissen eine zu geringe Rente gewährt, woraus folgendevolkswirthschaftliche Nachtheile entspringen:

1. An die Stelle einer weisen Sparsamkeit tritt Holz-verschwendung.

2. Der Wald gewährt nicht die angemessene Arbeits-rente, wenn z. B. kein Stockholz gerodet wird u. s. f.

3. Die Anwendung der Ersatzmittel unterbleibt,und

4. Der geringe Ertrag der Wälder äußert sich rück-wirkend nachthcilig auf ihre Pflege, und der Grundsatz der