Vorwort.
Ais im Laufe des letzten Jahres die Aufgabe an mich herantrat,das früher im Verlag von G-. Knapp in Leipzig erschienene „Jahr-buch der Erfindungen und Fortschritte“ in einem anderenVerlag und in einer den Verhältnissen und Ansprüchen der Gegen-wart angemesseneren Form herauszugeben, galt es vor allem, fürdasselbe eine solche zeitgemässe, die mannigfachsten und zum Tlieilungleichartigsten Bedingungen in sich vereinigende Form zu finden.Es besteht wohl heute kaum noch ein Zweifel darüber, dass die inden letzten Jahrzehnten gebräuchliche Einrichtung der Jahrbücherfür das Gesammtgebiet des Maschinenbaues infolge der ausserordent-lichen Erweiterung dieses Gebietes ihre Existenzberechtigung verlorenhat, Um in diesem Sinne wirklich Brauchbares zu leisten, müssteman alljährlich mehrere umfangreiche Bünde zusammenstellen, wobeinicht allein durch hohen Preis die Anschaffung erschwert, sondernauch in jedem einzelnen Falle der Interessent genötliigt würde, eineMenge Material mit in den Kauf zu nehmen, das für ihn, mit Rück-sicht auf seine specielle Stellung zur Industrie und Technik, wenigoder keine praktische Bedeutung hätte. Ist es doch, gegenüber denfortwährend sich • steigernden Anforderungen an* das Wissen undKönnen des Fachmannes und bei der raschen Aufeinanderfolge neuerErscheinungen und Erfahrungen für den Techniker geradezu zur Un-möglichkeit geworden, sein Fach nach jeder Richtung hin im vollstenMaasse zu beherrschen — eine Thatsache, auf Grund deren das inallen Sphären des gewerblichen Schaffens sich kundgebende Strebennach Specialisirung für die hier in Betracht kommenden Berufskreisein hohem Grade berechtigt erscheint. Ueberdies ist für den allge-