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Die Brotbäckerei.
Grunde wendet man zur Messung höherer Temperaturen sogenannteLuftthermometcr, am besten aber Pyrometer an.
Von der Firma C. W. Julius Blancke L Cv. in Merseburg wer-den Pyrometer angefertigt, welche die in Fig. 85 gezeigte Einrichtungbesitzen. Die nachfolgende Beschreibung dieses Instrumentes ist nachBirnbaum (in seinem Werke „Das Brvtbacken"), welcher dieselbe vonder ausführenden Firma selbst erhalten hat.
Das Pyrometer für Backöfen besitzt eine Länge von etwa 57 om.Ein Rohr, welches fest mit dem in die Stirnwand des Ofens eingelasse-nen klopfe des Apparates verbunden ist, ragt frei in den Backraum hinein.Das Hintere Ende desselben ist durch einen Metallstopfen geschlossen;dieser Stopfen hat einen seiner Länge nach durchbohrten Ansatz a, indessen Höhlung sich die Stange 1, b drehen kann, die an ihrem vorderenEnde den Zeiger in dem die Skala enthaltenden Pyrometerkopsc kl trägt.Das Hintere Ende der Stange b k wird von einer Spiralfeder v o um-schlossen, die aus Messing- und Stahlblech zusammcngelötet und an demeinen Ende bei x fest mit dem oben erwähnten Ansatz n, an dem anderen Ende bei x mit der Stange b b verbunden ist. Wird die Federverschiedenen Temperaturen ausgesetzt, so dehnt sie sich aus, oder ziehtsich zusammen und bewirkt hierdurch eine Drehung des Stabes b d, diedurch den Zeiger auf einer Skala markiert wird.
Die Empfindlichkeit dieses Pyrometers genügt vollkommen, umTemperaturen zwischen -s- 20 und 450 "6. zu messen: höheren Tem-peraturen darf das Instrument nicht ausgesetzt werden, weshalb mandasselbe in Ofen, welche durch Feuerung im Backraum geheizt werden,nicht eher einsetzt, als bis das Feuer entfernt und die Temperaturgenügend herabgemindert ist. Au den entsprechenden Stellen der Pyro-mcterskala sind die Grade besonders markiert, bei welchen Weiß- resp.Schwarzbrot eingcschoben werden kann, so daß die Bedienung des Ofensdurch Anbringung eines solchen Instrumentes wesentlich erleichtert undder Betrieb gesichert wird.
I>. Einrichtungen, Anlagekosten und Rentabilitätsberechnungen vonBrotbiickercien und Brotfabriken.
Obwohl gerade in der Anlage größerer Brotbäckercien ein bcdeutcnder volkswirtschaftlicher Vorteil gegenüber dem Kleinbetriebe zu findenist, hat sich diese Erkenntnis in den betreffenden Kreisen nur äußerstlangsam Bahn gebrochen und ist es geradezu auffällig, daß bei den