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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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200 Die Wechselwirthschast.

daß in den sich entwickelnden jungen Trieben, Blättern undKnospen, in den Theilen der Pflanzen also, in welchendas Assimilativnsvermögen in größter Intensität wahrgenom-men wird, daß in diesen der Gehalt an alkalischen Basen amstärksten ist, daß die an Zucker und an Aniplon reichsten Ge-wächse nicht minder ausgezeichnet sind durch ihren Gehalt analkalischen Basen und organischen Säuren, diese Erfahrungkann dieser Vorstellung wegen für die Landwirthschaft ihreBedeutung nicht verlieren.

Wenn wir Zucker und Amylon begleitet finden von Sal-zen, die durch organische Säuren gebildet sind, wenn die Er-fahrung vorliegt, daß mit dem Mangel an den alkalischenBasen die ganze Entwickelung der Pflanze, die Bildung desZuckers, Amplons, der Holzfaser eingeschränkt, daß mit ihrerZufuhr ihr üppiges Gedeihen befördert wird, so ist klar,daß wir in der Enltnr, wenn ein Marimnm an Ertrag erzieltwerden soll, bei allem Ueberflnssc an Kohlensäure und Humusden vorgesetzten Zweck nicht erreichen, wenn wir die Alkalienals eine der Bedingungen des Ucbergangs der Kohlensäure inZucker und Aniplon, gleichgültig in welcher Weise sie hierbeimitwirken, nicht in reichlicher Menge und in dem zur Auf-nahme geeigneten Zustande den Pflanzen darbieten.

Ein jeder Theil und Bestandtheil des Körpers stammtvoir den Pflanzen ab. Durch den Organismus der Pflan-zen werden die Verbindungen gebildet, welche zur Blutbil-dung dienen, es kann keinen« Zweifel unterliegen, daß inden zur Ernährung dienenden Theilen der Pflanzen nicht bloßein oder zwei, sondern alle Bestandtheile des Blutes zugegensein müssen.

Wir können uns nicht denken, daß in dein Körper einesThieres Blut, in dem Körper einer Knb Milch gcbildet wer-