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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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Die Wechselwlrthschaft. 2»1

den kann, wenn in ihrer Nahrung ein einziger von den Be-standtheilen fehlt, welche als gleich nothwendige Bedingungenzur Unterhaltung aller Lebensfunctioncn angesehen werdenmüsse».

Die scknvefel- und stickstoffbaltigen Stoffe sowohl, wie dieAlkalien und pbosphorsauren Salze sind Blutbestandthcile, derNebergang der ersteren in Blut kann nicht gedacht werden ohnedie Gegenwart oder Mitwirkung der anderen.

Die Fähigkeit eines Pflanzentheils, das Leben eines Thie-res zn erhalten, seine Blut- und Fleisännasse zn vermehren,steht hiernach in geradem Verhältnisse zn seinem Gehalte anden organischen Blntbestandtbeilen und der zn ihrem Ueber-gangc in Blut nothwendigen Menge an Alkalien,Phosphorsauren Salzen und Chlormetallcn (Kochsalzoder Chlorkalinm).

Es ist gewiß in hohem Grade merkwürdig und für dieAgrikultur bcdentnngsovll, daß die schwefcl- und stickstoffhalti-gen Pflanzcnstoffe, die wir als organische Blutbcstandtheilc be-zeichnet haben, in allen Pflanzenthcilcn, wo sie vorkomme»,stets begleitet sind von phoSphorsanren Salzen.

Der Saft der Kartoffeln, der Runkelrüben, enthält dasvegetabilische Albumin, begleitet von Salzen mit alkalischenBasen und löslicher phosphvrsaurer Bittererde, in den Samender Erbsen, Linsen, Bohnen, dem Samen der Getrcidcarte»haben wir phosphorsaure Alkalien und Erdsalze.

Die Samen und Früchte, welche am reichsten sind an denorganischen Blntbcstandtheilen, enthalten aueb die anorgani-schen, die pbosphorsauren Salze, in überwiegender Menge, undüi den anderen, wie in Kartoffeln und Wurzelgewächsen, dieserbältnißmäßig so arm sind an den ersteren, sind auch dieanderen in weit geringerer Menge zugegen.