Fähigkeit haben, als die von Leidenschaften ver-blendeten Erwachsenen, Gott s) in der schö-nen Natur, b) in den Werken derRunst, c) im Evangelium Christi,vor allem aber -l) in der frommen Ge»berde und im makellosen Leben derMutter zu schauen, und e) im dolmetschendenLNutterrvorte, das ihnen Natur und Kunst,Evangelium und Leben so verständlich macht, znvernehmen?
Daraus fließen denn auch für die religiöseBildung christlicher Kinder drey Gebote, dieselten helle genug gekannt, und noch seltenertief genug zu Herzen gefaßt werden:
I. Lehre deinen Zögling, in seinen früheste»
Jahren, das Evangelium mit dem Her-zen lesen; ,
II. Lehre deinen Zögling in seinem reisendenAlter Las Evangelium mit der Ver-nunft, die mit dem Herzen sich nieentzwcyet, lesen;
III. Laß deinen Zögling das Evangelium niemit dem alles begreifen wollenden Ver-stände allein lesen. Denn der Begriff-ner nur das Begreifbare umfaßt, und deß-halb