Handbietnng leiste. Alle menschliche Weisheitgeht gern in die Schule zur Natur, die Thor-heit zu sich selber — die Erziehung ist Weis,heil.
9) Eben darum wecket, fördert, hütetund stärket die Erziehung die schöneRindlichkeit und die kindlicheSchönheit des Zöglings, so viel und solang sie es vermag. Denn diese Periode istja die Periode des Kinderparadieses — unddas Paradies kann nicht zu sorgsam ange-bauet, nicht zu sorgsam gehütet werden, da-mit die Verführung sich nicht in den GartenGottes schleiche, und zum Knaben spreche:„Iß von der verbotenen Frucht: Du sollst,den Göttern gleich werden."
Die schöne Kindlichkeit kann zwar nichtpermanent seyn; denn sie ist das Morgen,roth, und als Morgenroth muß sie dem Ta-ge Platz machen. Aber um Platz machen zukönnen, muß sie selber seyn, und wenn sieist, und so lange sie ist, wallet das jungeWesen auf dem Mittelpfade zwischen Roh-heit und Lrühbildung. Ungestal-tung — und voreilige Gestaltung, bey-des ist Charakter der Thorheit; indeß die
Weis»