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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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322
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» Rind! spielen mit der Ruthe darfstdu nicht, spricht die philosophische Mutter imDorfe. Dort am Fenster steckt sie; als N)ar-uungsmittel muß sie dir stets vor den Au-gen, und als Strafmittel deiner Mutterbey der Hand seyn.

.. 15) Kindern, für die nichts einen Reiz zuhaben scheint, als das Vergnügen der Sinne,und hie dabey trage sind, kann man jedes be-sondere Vergnügen, als Belohnung ihresFleisses ankünden, und unter dem Beding-nisse, daß sie fleißig sind, auch werdenlasse n.

16) Kindern, die naschhaft, oder an bessereSpeisen gewohnt sind, kann man die Entziehungder bessern Speise, als Strafe des Unfleiffes,ankünden, und denn muß man sie auch ein-treten- lassen.

17) K indem, die Sinn haben für die Ehre,mit den Ältern zu essen, wird das Alleincsscnals Strafe angedroht, und dann auch verfügt.

»8) Nie begnüge sich der Erzieher, gestraftZu haben. ^Gestraft ist noch nicht gebessert erwerde nun auch der'heilende Arzt, nachdem erdie Äelle des Richters vertreten hat. Er zeige:

der