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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
Entstehung
Seite
350
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üZ. Wenn die Ältern bey der Wahl des Be-rufes und bey der wirklichen Verehelichungihrer Kinder die Stelle der leitenden Ver-nunft sollen vertreten können: so müssen sieihre Wachsamkeit nicht verdoppeln, sondernverhundertfachen, bey den gefährlichen Situa-tionen des Überganges aus dem Knaben - indas Jünglingsalter. Und gerade da, wo dierettende Liebe hundertäugig seyn sollte, ist sieblind. Plutarch rügt diese Blindheit:Dieden Rnaben Lehrmeister und Führer beyge.geben haben, lassen die Jünglinge den blin-den Trieben ihrer Neigungen über, da sie dochauf diese Jahre mehr Sorge und Bewah-rung hätten verwenden sollen, als auf jenedes Knabenalters. Die Fehltritte der Kna-ben sind noch gering, und nehmen noch eineZurechtweisung an... . Aber die Sündender Jugend zeichnen sich an Grosse und Trotzau§ : Lreßlust : Entwendung des väterli-chen Vermögens: Spielsuchr: Schrvelge-rey: Wollust: Ehebruch. . . Gerade indiestm Zeitpuncte hätten die Ältern am mei-sten wachen sollen, um die Jünglinge zu be-wahren , und in dem Geleise der Modestie zuhalten; hätten Lehre, Bitte, Warnung,Drohung, Rath, Verheissung in Bewe-gung