B. Vorträge der Sektionssitzungen.
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Aus dieser Masse von Karten diejenigen herauszusuchen, welche manzu sehen wünscht, wird nicht immer leicht sein, und auch nur dasEinordnen der neuen Karten unter die alten wird von den Abonnentenzuletzt nicht ohne Mühe ausgeführt werden. Bei Benutzung der Kartenwird ferner ein anderer Umstand nicht selten Beschwerde verursachen;die Abbreviaturen der Titel der periodischen Schriften sind nämlichnicht ganz passend gewählt worden, sodafs der Benutzer gezwungenist, beständig den Schlüssel der Abbreviaturen einzusehen, um nichtirre geführt zu werden.*) Zuletzt mag noch erwähnt werden, dafs,wenn man nach den bisherigen Verhältnissen schliefsen darf, die„Séries“ des Repertoire sehr langsam dem gelehrten Publikum zu-gänglich werden werden, so dafs die letzte „Serie“ wahrscheinlich erstin 20 Jahren fertig ist. Dann ist aber bereits wieder eine ganzneue Litteratur entstanden, welche das Repertoire noch nicht ver-zeichnet hat.
Die Übelstände, welche hier hervorgehoben worden sind, dürftenwenigstens zum Teil vermieden werden können, wenn man sich ent :schlösse, für die vorläufige Veröffentlichung nicht Karten, sondernLieferungen zu benutzen, deren jede ein für sich abgeschlossenesGanze bildete, und den Inhalt einer gewissen Anzahl von Gesellschafts-oder Zeitschriften in systematischer Ordnung verzeichnete. Für diekleineren Länder dürfte es angemessen sein, die ganze Litteratur ineine einzige Lieferung zusammenzufügen; ein Gedanke, welcher schongewissermafsen in bezug auf Italien und Polen zur Ausführung ge-langt ist, und welchen ich auch recht bald für Schweden realisierenzu können hoffe.
II. Die allgemeine mathematische Bibliographie des Herrn G. Valentin.
Um dieselbe Zeit als die „Société mathématique de France “ denPlan zum Répertoire bibliographique des sciences mathé matiques entwarf, entschlofs sich Herr Valentin, eine vollständigeBibliographie der Mathematik von der Erfindung der Buchdrackerkunstbis auf unsere Tage herauszugeben;**) nur die elementarsten Lehr-bücher des 19. Jahrhunderts sollten ausgeschlossen werden. Er begannseine Arbeit schon im Anfänge des Jahres 1885 und ist seitdem fastohne Unterbrechung damit beschäftigt gewesen. Zuerst beabsichtigte
*) Vgl. Eneström, Biblioth. Mathem. 1895, S. 29.
**) Siehe Eneström, Sur les bibliographies des sciences mathé-matiques. Biblioth. Mathem. 1890, S. 39.