Band 
Dritter und letzter Theil.
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tz. 23. Geräth- und Maschinciiguß.

1^ Fuß Durchmesser, aufs Schönste im Innern cmaillirt. Könnenselche Deiche! wohlfeil hergestellt werden, so sind sie bestimmt daS besteMaterial sür eine Wasserleitung.

Die Emaille von Kenrick ist ohne alle Blasen, sehr schön glattund von sehr lebhaftem Glänze; sie läßt nichts zu wünschen übrig, wennsie beim Kochen haltbar ist. Dasselbe Haus hatte sehr schönes verzinntesKochgeschirr ausgestellt. Die Geschirre sind vor dem Berzinnen ausge-drcbl; die Berzinnung deckt vollkommen und gleichförmig das Gußeisen.Die Prcismedaille wurde sür diese schönen Fabrikate ertheilt.

Nr. 258. Kl. V4. Stewart und Eomp. in Glasgow hattenPrachtstücke von gußeisernen Röhren, von 12 Fuß Länge und 44 ZollDurchmesser, 1 Zoll im Eisen stark, ausgestellt. Dieselben sind mit einerMaschine gesonnt.

Man denke sich den Gießkasten ausrecht mit Rädern versehen auseiner Eisenbahn stehend, unten mit einem abnehmbaren Boden, der einLoch hat, genau so weit, als die äußere Weite des Rohrs und genaumit seinem Ecntrum über eine Psanne gestellt, in der eine durch denKasten hcrabgehcnde senkrechte Spindel sich drehen kann, die auch obeneine Führung in eine Traverse hat. An dieser Spindel ist unten einKolben, ein massives Eplindcrstück, das genau der Lichtwcite des zu for-menden Rohrmantels entspricht, angebracht; auf diesem Kolben sitzt eineAnzahl schneckenförmig gewundener Messer, welche so weit über denKolben hervorragen, daß sie der Wandung des Kastens nahe kommen.Das Getriebe oben an der Spindel ist so eingerichtet, daß die Welle durchdas Triebrad sich in die Höhe schieben kann, ohne daß die Umdrehungdadurch unterbrochen wird. Oben läuft über eine Rolle ein Seil miteinem Gegengewichte, an welches die Welle angehängt ist, um nach Be-lieben ihren Druck nach unten zu vermeiden. Man denke nun den Kolben,der anfänglich in dem in dem Boden befindlichen Loche steckt, sich drehendund von oben Sand in den Kasten geworfen, so werden die an dem-selben befindlichen Schaufeln, die den Schaufeln einer Jonvalturbincnicht unähnlich sind (nur weiter auseinander stehen), den Sand fort-während fest drücken und sich in demselben mit dem Kolben in die Höheschrauben. Die Umdrehung geschieht nämlich nach der Richtung,in der die Schaufeln aufsteigen. Durch die dem Kolben gelassene Lastkann man die Festigkeit, welche der Sand erhält, genau rcguliren. DerLeitkolben sichert die richtige cvlindrischc Form des Mantels. Durch einezweite Borrichtung wird die Muffe oben herausgeschnitten, woraus derMantel mit einem Wischer geschwärzt wird und dann einen Trockenofenpassirt, in welchem er rasch getrocknet wird. Darauf wird untenein in gewöhnlicher Weise gefertigtes Bodenstück mit Kernlager ein-gesetzt, der im Lehm geformte Kern eingebracht, die Form gedeckt undabgegossen. Sobald sie etwas abgekühlt ist, wird die Kcrnftange heraus-gehoben, was bei den kleineren Röhren von oben mit einem Krähn, bei

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