Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klasse. Mctallwaaren.

den größeren von unten mittelst einer hydraulischen Presse, natürlichunter Festhaltung des Rohres, geschieht, dann wird der Kasten aus derGrube herausgehoben und geöffnet und das Rohr herausgenommen.Damit alle diese Operationen leicht vor sich gehen können, befindet sichder Kupolofen nebst dem Sandraume auf einem aufgebauten Stocke,während die Röhren ihre Wanderung im Parterre machen. Mit dieserEinrichtung hat der Aussteller 20«) Eentner solcher Röhren in einerStunde geformt. Die Preiömedaillc wurde hiesnr, wie billig, ertheilt.

I». Frankreich .

Nr. 001, M ü h l - W a h I und E o m p. aus VaueouleurS derenStatuengnssc wir bereits erwähnt haben, hatten einige Proben von gutememaillirtem Kochgeschirr ausgestellt.

Nr. >88. Gebrüder Diedrich hatten von ihren Werken beiNiedcrbronn sehr rein und leicht gegossene Geschirre, theilweise recht gutemaillirt, ausgestellt. Ferner befand sich in ihrer Ausstellung eine voll-kommen tadellos gegossene Platte von 2 Bieter Länge, 0,67 M. Breitenur 7 Pfd. schwer, wo also der Quadratfuß nicht einmal auf 2 Psd.kommt; bei einer Platte von solcher Größe gewiß Alles was man ver-langen kann. Die Aussteller erhielten, wie schon erwähnt, die PrciS-medaille.

Nr, 1666. Gebrüder Mvrel aus Eharlcville in den Ardennenhatten vortreffliche Poteriewaaren, theilweise emaillirt, ausgestellt, fürwelche die Preismedaille erkannt wurde. Diese verdienen eben soviel Lob,wie dagegen ihre böchst geschmacklosen Verzierungen an Ofenplatten undandern ausgestellten Gußwaaren zu tadeln sind, bei welchen der Eseleine Hauptrolle spielt. Eine Gießerei, deren Technik so weit gediehen ist,dürste billig auch auf den Geschmack und die artistische Vervollkommnungihrer Erzeugnisse einige Opfer verwenden.

Nr. I 37 9. E. E. P aris in Paris «Rue de Berry) war mitProben seiner bereits mehrfach erwähnten neuen Emaille ebenfalls er-schienen, welche er nun auch farbig darstellt.

Nr. 776. E. B o u ch e r u. C v m p. aus Paris stellten verzinnteund versilberte Eisengüsse aus, angeblich auf galvanischem Wege über-zogen. Das Metall war sehr gleichförmig aufgetragen; an einigen Statuetten, an theils verzinnten, theils versilberten Laubwerken u. dgl. warendie Konturen, an feinen verzinnten Drahtgcwcbcn die Maschenöffnungen,und an im Ganzen verzinnten Schlössern die Beweglichkeit der Mechanikvollkommen erhalten, während zugleich die Zinndecke sehr fest hielt. Aneinigen Waaren schirn es, als ob sie doch das Feuer passirt hätten. Esmöchte sich fragen, vb nicht bei der Feuerverzinnung eine galvanischeGrundirung von Nutzen wäre. Gußeiserne Röhren, nach BoucherSVerfahren verzinnt, waren mit weichem Loth haltbar zusammengelöthct.