Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
101
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8. 23. Geräth- und Maschmciigusi. 101

Diese Fabrikation, welche sich noch in ihren Anfängen zu befindenscheint, verdient alle Aufmerksamkeit. Bvuchcr erhielt die Prcismedaillc.

e. Belgie n.

Nr. 120. Die anonyme Gesellschaft zu Couillet ist die ein-zige Gießerei welche die Ausstellung mit Ercmplaren schwieriger unbear-beiteter Maschincngüsse beschickt hat. Sie stellte 2 Lokomotivcylindcr aus,welche als Meisterwerke der Formerei bezeichnet werden müssen. Dieangegossenen Kanäle für die Dampfzuleitung machten die Formerei sehrschwierig. Die Stücke sind ausgestellt, wie sie vom Gusse kamen; siesind ohne alle Unebenheiten, die Formmasse ist scbr gut abgeschält, Alleskantig und in richtigen Flächen. Die Jury wurde auf diese in einemWinkel gelegenen vortrefflichen Güsse nicht aufmerksam gemacht, waswohl Folge zu großer Bcscheidcnbeit eines ihrer Mitglieder, des HerrnFerdinand Spitaels, Direktor von Couillet ist.

Nr. 363. Von der Branden und Co m p. in Brüssel hatteneinen Briefstock, wie sie in Belgien zum Aufsammeln der Briese ange-wendet werden, ausgestellt. Derselbe diente im Transcpt während derDauer der Ausstellung zu gleichem Zwecke zur großen Bequemlichkeit fürdie Besucher. Die Form ist ungefähr wie die eines engen Rundofens,die Höhe 4 Fuß. Oben ist eine Spalte mit einem Dache angebracht,in welche die Briefe hineingeworfen werden, unten, wie an einem Ofen,eine Thüre die verschließbar ist. An der Fronte ist angegossen: „I:> . . .

. . lovee <t lieu." An die punktirte Stelle wird 1'^, 2""', 3""° u. s. si,je nach der Zeit, wo die Briefe ausgenommen wurden, cingcschoben.Diese Vricsstöcke sind eine gute Erfindung, und die Ausführung an demausgestellten Ercmplare war lobenswert!).

Nr. 26. Als eine merkwürdige Gußwaare erschienen noch dievon der Gesellschaft der Vicille Montagnc ausgestellten Kanonenkugelnaus Zink , ein neues Material zum Galvanisieren der Massen.

ck. Zollverei n.

Nur einige Preußische Eisenwerke hatten Gesichirrgüsse zu derAusstellung gesandt und zwar insgesammt emaillirte.

Nr. 214. Die Aktiengesellschast von Wilhelmshütte unweitSprottau lieferte eine sebr weiße und glatte Emaille, welche der Eng-lischen ziemlich nahe kommt, weshalb der Gesellschaft von der Jury eineBelobung zuerkannt wurde.

Nr. 762. Die Eisengießerei des Grasen von Einsiedet zuLauchhammcr zeichnete sich namentlich durch die Größe der emaillirtenStücke aus, unter welchen sich ein ö Fuß langer Trog, ein Kessel von3 Fuß Durchmesser und andere dergleichen Stücke befanden. DieEmaille der Einsiedelseben Werke ist als haltbar berühmt, müßte übrigens