Band 
Dritter und letzter Theil.
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8. 27. Schmied- und Schlosser-Arbeiten.

angebracht, gerade und kreisförmig gekrümmte Wandungen, zwischenwelche» der entsprechend ausgeschnittene Schlüssel hindurch zu schlüpfen hat.

Da es »her bei diesen Schlössern nur darauf ankommt, die Zuhal-tung so weit als möglich in die Höhe zu drücken, um den Riegel vor-schieben z» können, auch die Besatzungen leicht zu zerstören sind, so ge-wahre» sie, selbst bei den komplizirtesteu Schlüsselsormen, nur eine sehrbeschrankte Sicherbeit gegen daS Aussperren. Man hat deshalb noch zube» sogenannten Verirren seine Zuflucht genommen. Wenn daS Schloßverschlossen und der Schlüssel herausgenommen ist, so werden verschiedeneverborgene oder unscheinbar gemachte, oder anch nur in einer ganz be-stimmten Stellung mit einander im Zusammenhang befindliche Riegelin einer gewissen Rcihcfolge verrückt, welche, ehe sie wieder in derumgekehrten Folge genau in ihre vorherige Lage zurückgebracht sind,daS Wiedereindringen deS Schlüssels oder daö Oeffnen der Thüroder Schieblade unmöglich machen. Wo diese Vorrichtungen in einerWeise angebracht sind, das? der Eigenthümer leicht die Zeichen, nachdcnen sie zu stellen sind, verändern kann, gewähren sie schon einenziemlich hohen Grad von Sicherheit. Sie machen aber die Abschließungverwickelt, und man findet sie deshalb meistens nur an Geldfassen ange-bracht. Diese Einrichtungen sind, wie die Schlösser mit den künstlichenBesatzungen, Deutschen Ursprungs, während man die Znhaltung denFranzosen zuschreibt.

Unter den Engländern, welche bis zur zweiten Hälfte deS vorigenIahrhundcrS sich mit demselben Schlosse begnügten, welches vor.Jahr-tausenden schon die Aeghpter Patten, trat zuerst BarrvnS mit einer we-sentlichen Verbesserung auf, indem er seine Schlösser mit einer Znhaltungversah, welche, nur auf eine ganz bestimmte Höhe gehoben, die Be-wegung deS SchlosiriegelS gestattet, z» viel oder zu wenig gehoben dieselbeaber verhindert. Wir wollen sie die eingcschlitzte Znhaltung nennen, weilsie im Wesentlichen darin besteht, dasi der an den Riegel mit einer Dre-hungsachse befestigte Zuhälter einen tbcilö vertikal theils horizontal laufen-den Schlitz hat, vermöge dessen er beim Heben, Vor- oder RückwärtS-gleiten und Senken, um einen feststehenden Zuhaltuagel streift. War dersenkrechte Theil dieses Schlitzes höher hinaufgehend als bis an den hori-zontalen Theil, so mußte man, um dieses Schloß zu öffnen, schon miteiner großen Anzahl von Nachschlüsseln versehen sei», um dabei geradeeinen solchen zu haben, welcher weder zu hoch noch zu niedrig hob, oderMan mußte erst die gehörige Barthöhe ermitteln, um darnach einen Nachschlüssel zu konstruiren.

BarronS' LandSmann, Ehnbb, vermehrte die Zahl dieser Zuhal-tungen und erhielt damit die weitere Sicherheit, daß wenn nur eine der-selben nicht genau auf ihre gehörige Höhe gehoben ist, der Riegel sichnicht bewegen kann, auch wenn die andern alle richtig gehoben wären.