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XXII. Klasse. Mctallwaaren.
Jede Zuhaltung ist wieder aus eine andere Höhe des Schlüssclbarts be-rechnet, der ein stassclartigc Form hat. Dazu versah Chubb sein Schloßnoch mit dem sogenannten Detektor, einer weitem Zuhaltung, welchevorspringt lind alle andern Zuhaltungen sperrt, sobald nur eine derselbenzu hoch gehoben wird, und welche nur dadurch wieder außer Wirksamkeitgesetzt werden kann, daß der richtige Schlüssel eingebracht und mit diesemdie gesammtc Zuhaltung um eine halbe Tour vorgeschoben wird, waS,wie bei der andern Bewegung, auch nur bei einer ganz bestimmten He-bung der Zuhaltungen geschehen kann. Dieses Schloß nannte man dasKombinationsschloß, weil Chubb mit der, wie wir übrigens später sehenwerden, hier irrig angewandten Kombinationsrcchnung beweisen wollte,daß nur durch den allergrößten Zusall der Schlüssel gesunden werdenkönne, der sein Schloß öffne.
Später nahm der berühmte Mechaniker Bramah, der Erfinderder hydraulischen Presse, ein Patent auf ein von ihm erfundenes Schloß,welches er nachher verbesserte und im Jahre 1798 wieder patcntircn ließ.An demselben wird die Bewegung und Festhaltung des Riegels durch einenkleinen hohlen Cylinder bewerkstelligt, der etwa viermal so viel äußereDicke hat, alö das Schlüsselrohr, nicht viel höher als dick ist, und innenden Schlüssel in sich aufnehmen käme; er hat einen Boden, auf welchemder Dorn, über welchem der hoble Schlüssel sich bewegt, festgcnietet ist.Der Schlüssel hat nur einen ganz kleinen Bart, der wenn er eingestecktwird, in den Cylinder, in welchem er in einer deute läuft, greift undihn somit umdrehen kann.
An dem Boden des Cylinders ist unten ein erzcntrisch angesetzterStift, der durch den Riegel hindurch geht und diesen vor- oder rückwärtsschiebt, je nachdem in der eilten oder andern Richtung umgedreht wird.Der Cylinder ist in seiner Umdrehung durch eine Anzahl radial eingesetzter aufrechter Riegel oder Blättchen gehindert, welche alle auf einerinnen angebrachten, um den Schlüsscldorn gewundenen Drahtfeder ruhenund sowohl in den Cylinder, als in einer um denselben außen herumlaufenden, am Gehäuse festen, also nicht drehbaren, Stahlplatte Ange-schnitten sind. Nur auf einer gewissen, bei jedem Blättchen wieder ver-schiedenen Höhe hat ein jedes derselben auf stiller Hintern, d. i. äußernSeite einen Ausschnitt, gerade so weit als die Stahlplatte dick ist.Werden null die Blättchen so niedergedrückt, daß alle Einschnitte vor dieStahlplatte kommen, so ist diese kein Hinderniß mehr gegen die Umdrehung,und der Cylinder kann, vorn Schlüssel um stille Achse gedreht, denSchloßricgel vor- oder rückwärts schieben. Die Stahlblättchen habenalle dieselbe Höhe und schließen sich ringsum den Schlüsscldorn an. Umsie niederzudrücken, und zwar jedes an seine gehörige Stelle, hat daSSchlüsselrohr an seiner Mündung Einschnitte von verschiedener Tiefe,deren jeder sein entsprechendes Blättchen greift. Man muß also, um dasSchloß zu öffnen, wenn man den Schlüssel lost eingesteckt hat, zuerst aus