8.27. Schmied- und Schlosscr-Arbeite». 11>
denselben drücken bis er innen ansteht, in diesem Augenblicke sind alleBlättchen mit ihren Einschnitten an der stählernen Sperrplatte angekommenund die Drehung kann erfolgen. Dadurch, das; nur die zum Verschiebe»des Riegels nöthige .»'rast aus die Drehung zu vertuenden ist, der übrigeWiderstand aber durch den Druck auf den Schlüssel überwundenwird, auch nur ein ganz kleiner Bart nöthig ist, ist man im Stande, sehrkleine Schlüssel anzuwenden, was nicht nur für den Gebrauch sehr ange»ehi» ist, sondern auch die Schwierigkeit des Oeffnenö mit Sperrwerk-Mgen noch vermehrt.
Diese Schlösser, sowohl das BarronSsche, welches Andere auch demEngländer Maltet zuschreiben, als das Brainahsche, sind lange Zeit alöabsolut unaufspcrrbar betrachtet worden. Die Verscrtiger hatten Prämienausgesetzt für diejenigen, welche ibre Schlösser öffnen würden, ohne das;Jemand dieselben gewann.
Nachdem solcher Weise Jahre lang die Aufforderung, diese Prämienzu gewinnen, an den Fenstern der Fabrikanten gebangen hatten, erschiender Amerikaner HobbS mit dem seit einigen Zähren erfundenen Nc -wallschcn PcrmutationSschlosse, an welche»; er noch einige weitere Verbcsserungen angebracht batte, in der Ausstellung, setzte ebenfalls einePrämie auf die Eröffnung seines Schlosses und erklärte seinen EnglischenKollegen, das; er ihre Schlösser öffnen und ihre Prämien einstreichenwerde. Mit den Ehubbschen Schlössern der ältern .Konstruktion war ersogleich fertig, ohne jedoch mit Ehubb sich in eine Wette einzulassen,dessen neuere Konstruktionen ihm größere Schwierigkeiten entgegengestellthätten. Er bediente sich eines SperrzeugcS, welches in eine»; einfache»Haken, der an eine»; lwblen Schlüsselrohr angebracht ist und in einemzweiten Haken besteht, welcher auf einem Dorne sitzt, der durch das Rohrdes erster» hindurch gesteckt ist, wodurch ein Schlüssel mit 2 Bartstückenentsteht, deren jedes für sich umgedreht werden kann. ES ist klar, das;,wenn man den Riegel mit dem einen Bartstücke stark rückwärts drückt, beigenauer Arbeit die ganze Zuhaltung, bei ungenauer wenigstens eine Platine derselben an dem Haltnagel ansteht und der Hebung durch dieReibung widersteht. Hebt man nun allmälig diese Platinc in die Hohe,bis an ihr die Reibung aufhört, so hat man die richtige Hubhöhe gefun-den. Aus solche Weise kann man nach und nach alle Hubhöhen nacheinander ermitteln und aufsperren.
Am Bramahschlos; bedang sich HobbS 4 Wochen Zeit aus, öffneteeö aber auch nach einer Arbeit von zusammen 52 Stunden in den letztenTagen und strich dafür die ausgesetzte Prämie von 200 Guincen ein.Sein Verfahren war dabei ein ähnliches, wie beim Ehnbbschcn Schlosse,wir muhte er natürlich andere Werkzeuge anwenden
Nunmehr wurden auch Versuche gemacht, das von ihm ausgestellteSchloß zu öffnen. Trotz vierwöchentlicher Anstrengung, obgleich er vorseinem Gegner vorher daö Schloß geöffnet und zerlegt und nachher dein-