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XXII. klaffe. Metallwacircii.
selben den natürlich vorher veränderten Schlüssel dazu in die Hand gege-ben batte, gelang es aber diesem doch nicht.
Das Ncvellsche Schloß hat einen veränderlichen Schlüssel und daherden Namen PcrmutationSschloß. Denkt man sich den Schlüsselbart ausso vielen einzelnen, verschieden hohen, neben einander stehenden Stücken,als im Schlosse Zuhaltungsblcchc sind, Schloß und Riegel so eingerichtet,daß der Eigenthümer mit Leichtigkeit die Reihenfolge der Zuhaltungenwie der einzelnen Bartstückc am Schlüssel korrespondirend verändern kann,so hat man das Prinzip des Pcrmutationöschlosscs. Wenn der Eigen-thümer, ehe er den Schlüssel in die Tasche steckt, ihn verändert, so kannderjenige der ihn findet oder eine Kopie davon macht, das Schloß mitdemselben doch nicht öffnen. Newell ging aber noch weiter. Er machtesich zur Ausgabe, eine Schloßeinrichtnng herzustellen, bei welcher nicht her-aus zu suhlen ist, aus welche Höhe das einzelne Zuhaltungsblech ge-hoben werden muß, damit der Riegel verschoben werden kann. Ueberdiese Einrichtung werden wir bei Aufzählung der Amerikanischen Schlössernoch einiges Nähere angeben.
Wir haben geglaubt, dieser Schloß-Kontroverse, welche währendder Arisstellung viele Aufmerksamkeit erregt und die Englischen Journalestark beschäftigt hat, hier erwähnen zu müssen, weil sie den Standpunktbezeichnet, auf welchem, nach Maaßgabe der während der allgemeinenGewerbcausstcllung anzustellenden Beobachtungen, dermalen die Kon-struktion der Schlösser sich befindet. Tiefer auf die letztere einzugehengestattet und der Raum nicht; wir werden aus gleichem Grunde auchbei den Leistungen der einzelnen Aussteller uns auf die Andeutung deSPrinzipes, welches sie verfolgt haben, beschränken und denjenigen,welche die Konstruktionen näher studircn wollen, überlassen müssen, sichdie Schlösser selbst zu verschaffen, wozu das Württcmbergischc Musterlagerin Stuttgart behülflich sein kann, das eine Sammlung der interessanterenin diesem Berichte erwähnten Schlösser besitzt.
Eine weitere Ausgabe, an welcher die Fähigkeit deS Schlossers be-sonders erprobt werden kann, ist die Herstellung feuersicherer Geldschränke.Mail kann verlangen, daß ein solcher Geldschrank nicht allein mit starken,einem gewöhnlichen Spcrrzcuge unzugänglichen, Schlössern versehen sei,sondern auch vermöge der Konstruktion dem gewaltsamen Aufbräche wider-stehe und für denselben keine Angriffspunkte darbiete; ferner daß durchdoppelte Wandungen, deren Zwischcnräumc mit schlechten Wärmeleiternausgefüllt sind, im Falle eines Brandes das Verbrennen von im Geld-schranke enthaltenen Papieren verhütet, daß durch die innere Einrichtungder ganze Raum ökonomisch benutzt werde, die Eröffnung und Ver-schließung nicht beschwerlich falle und das Acußcre von der Art sei, daßes auch ein besser möblirtcs Zimmer nicht verunstalte.
Wir gehen nun zu den einzelnen ausgestellten Schmiede- undSchlosserarbeiten selbst über.