Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klaffe. MetaUwaaren.

laden herausgezogen werden können, mittelst einer angebrachten Mechanik in die Höhegewunden werden ninß. Die Schwierigkeit, zu dem Inhalte zu gelangen, ist für denDieb allerdings erschwert, ebenso aber auch für den Eigenthümer; ein Mann vongeringer Körperstärke wird jedesmal, nicht nur figürlich, sondern buchstäblich schwitzenmüssen, wenn er an seine Kasse gehen muß. Die Jury erkannte hierfür eine Belo-bung. Sie hielt die Geldkaffe, weil sie in Parterrelokalen in den Boden versenktwerden kann, für ganz besonders sicher.

Nr. 507. E. Tann und Söhne in London hatten neben einem eigenthümlichenTicherheitsschlosse eine Anzahl recht gut gearbeiter Geldschränke und kleinerer Kassen,sämmtlich jedoch schrankartig zu öffnen, ausgestellt. Wie stark diese Geldkaffenfabrikationin England betrieben wird, kann man daraus ermessen, daß der Aussteller angiebt,bereits über 60,000 Geldschränke in seinen Werkstätten gefertigt zu haben. Als eigen-thümlich nimmt er an seinen feuerfeste» Schränken außer dem Schlosse die Ausfüllungder hohlen Wandungen mit Salzen in Anspruch, welch«, wenn die Kasse ins Feuerkommt, schmelzen und, flüssig geworden, zu verdampfen anfangen, wodurch sie längereZeit die Temperatur im Schranke nicht über eine gewisse Höhe steigen lassen. Für dieseVerbesserungen und die wirklich solide, wenn auch allerdings im Aeußeren nicht sehrentsprechend ausgeführte Arbeit wurde die PreiSmcdaille erkannt.

Nr. 646. Chubb und Söhne von London , die berühmten Schloßfabrikanten,hatten auch eine große Sammlung von trefflich gearbeiteten Geldkaffen ausgestellt.Sie legten Zeugnisse vor, wonach eine derselben, mit Papieren gefüllt, aus dem Feuer-hcerd eines Dampfkessels rothglühcnd gemacht worden ist und nach dem Erkalten diePapiere noch unversehrt enthalten hat. Dieselben Aussteller hatten den großen eiser-nen Käfig gefertigt, in welchem der Lvli-i-noor ausgestellt war. Eine Skizze hiervonund von einem der Geldschränke enthält der illustrirte Katalog. Chubb erhielt, wiebereits erwähnt, die PreiSmedaille.

Nr. 642. Milner und Söhne von Liverpool hatten eine großartige Samm-lung von Kaffcnschränken aller Art und dabei von feuersicher« Schränken von 5 Ctr.bis zu 60 Ctr. schwer ausgestellt. Milner hat ebenfalls eine Füllung, welche dieEinwirkung der Hitze vermindert; er scheint Gips anzuwenden. Er giebt an, seinean und für sich trockene Masse erfülle, wenn sie erhitzt werde, das Innere des Kastensmit Wafferdämpfe» und verhindere dadurch die Zerstörung der Papiere. Daß seineSchränke Ausgezeichnetes in dieser Beziehung leisten, hat er durch glaubwürdigeZeugnisse dargelhan. An den Thüren der Schränke hat er noch eine eigenthümlicheEinrichtung angebracht. Es schieben sich nämlich durch Umdrehung des Handgriffs,mit welchem man die Thür ersaßt, rings an der ganzen Thür Leisten heraus, welchehinter die Wandung greifen, so daß also so zu sage», vier Riegel da sind, deren jederbeinahe die ganze Breite der Seite einnimmt, an der er angebracht ist. Das Schloßsperrt dann diese Riegel. Mit Instrumenten in den Thürspalt einzudringen, ist beidieser Einrichtung unmöglich gemacht. Der illustrirte Katalog hat einige Skizzenvon diesen Kassen gegeben, welchen man, wie allen ausgestellten Englischen Geld-kaffen, den Vorwurf machen kann, daß die äußere Ausstattung sehr vernachlässigt ist-

Die Preise, welche Milner für seine Geldschränke notirt, sind folgende:

Kästen mit doppelten Wandungen, immer um je 6 Zoll enger:

16 Zoll lang,

>2 Zoll breit, 12 Zoll tief

3 Lstr.

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