120 XXII. Klaffe. Mctallwaare».
federn angebracht sind. Oben und unten find 28 Springfedern durch längs undquerübergchende Bandeisenstreifen, an die sie angenietet find, gehalten, welche ganzdie Stelle der leinenen Gurte vertreten. Ein solcher Rost besitzt vollkommen dieerforderliche Elastizität und mag sehr haltbar sein, wird übrigens die darauf gelegtenZeuge leicht verderben.
Nr. 63. Tylor und Pace aus London wenden zur Füllung des RahmwerkcSeiserner Bettstellen durchstoßene Zinkbleche an, was sehr niedlich aussteht und na-mentlich für Kinderbettstellen, bei welchen es einer Einfassung bedarf, recht zweck-mäßig ist, auch billig zu stehen kommt.
Nr. 807. Chambers von Birmingham hatte einen metallischen Bettrost aus-gestellt, welchem die Elastizität dadurch gegeben ist, daß die an dem viereckigenRahmen in Schlaufen eingehängten Mctallbänder von Zink oder Eisen etwas schräggegen die Mitte zu laufen, wo sie eben so in ein der Länge nach geführtes Bandeingehängt sind, welches am einen Ende frei ist und am andern mit einer Schraubegespannt werden kann. Diese Vorrichtung scheint nicht übel zu sein.
Nr. 64. Pcrkcs und Comp. aus London hatten eine empfehlenswerthe Vor-richtung, welche als Bettstelle und Sopha dienen kann, ausgestellt. Man denke sicheinen viereckigen eisernen Rahmen, in welchen ein Tuch eingespannt ist, groß ge-nug für ein Bett, mit Querstangen etwa Fuß von beiden Enden, und ebendaselbsteinfache eiserne Füße und Charniere angebracht, so daß die über die Füße hinaus-ragenden Theile des Rahmens fast rechtwinklig aufgeschlagen werden können, in wel-cher Stellung man dieselben mittelst eines Sperrnagels erhält. Aufgeschlagen hatman ein Sopha, herabgelassen eine Bettstelle. Das Ganze ist mit Zeug überzogenund unter dem Gestelle Raum genug, um während des Tages das Bett unterzubringen.
Nr. 56. Savagc, ein in London wohnhafter Franzose, hatte eine im Jahr1848 erfundene Umsturz-Bettlade ausgestellt, welche mit Hülfe der Mechanik den-jenigen, der nicht zur rechten Zeit wach ist und sich erhebt, aus seinem Lager wirst.Zur bestimmten Zeit läßt eine Uhr eine eiserne Kugel los, welche auf einen Hebelfällt, der den Haken auslöst, welcher die Bettlade im Gleichgewicht gehalten hatte.Der untere Theil kann nun sein Uebergewicht ausüben und fällt nieder, indem sichdas ganze Lager »m den in der Mitte befindlichen Stützpunkt dreht; der Schläferkommt dadurch auf die Beine oder zum Sitzen, je nachdem er mehr oder wenigergewandt ist. Die Jury hat dieser Erfindung keine Anerkennung gezollt, nachdem fiebei der Probe einem der Juror beinahe die Beine abgeschlagen hatte; ein Theil desPublikums hat sich aber sehr daran ergötzt, weil sie der Erfinder fortwährendspiele» ließ. Sie soll auch orthopädisch zur Kur hartschlafender Knaben dienen.
Nr.249. Onions aus Birmingham hatte eine kompendiöse tragbare Schmied-esse mit Schraubstock und Blasebalg, dabei einige große Schmiedblasebälge und end-lich eine Sammlung kleiner Lurusblasbälge mit sehr schönen Perlmuttereinlagen,ausgestellt; alles gut gearbeitet, jedoch ohne neuere Konstruktionen, sofern man alssolche nicht etwa die Anwendung verzinkter Nagel an den großen Bälgen betrachtenwill. Die Aussteller erhielten dafür eine Belobung.
Nr. 253. W. Allday von Birmingham halte dieselben Gegenstände ausge-stellt, von ebenso lobensweriher Beschaffenheit. Die schön gemalten kleinen lackirtenBälge scheinen in England guten Absatz zu finden, sie sind meistens mit heiternGenrestücken verziert, wie z. B. auf einem derselben zwei Kinder zu sehen waren, dieeinen Blasebalg aufgeschnitten haben, mit der Unterschrift ykilosvpkci in searekok tl>e rvinü" (ein Naturforscher der nach dem Winde sucht). Auch dieser Ausstellerwurde belobt.
Nr. 41. Thomas Linley »nd Söhne aus Sheffield hatten ebenfalls eineFeldschmiede mit rundem Balg, außer dieser eine Sammlung runder Blasebälge vonpprtrefflicher Wirksamkeit, dabei sehr leicht und doch solid konstruirt, ausgestellt.