Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klasse. Metallwaaren.

es, daß in Schraubstcke» und Hobelbänken die Engländer notorisch schlechter bestelltsind, als Deutsche und Franzosen .

Nr. 275. Das berühmte Hau« der Gebrüder Japy in Beaucourt bei Moat-beliard hatte eine Sammlung ihrer Fabrikschlöffer aus ihrem für den Handel be-stimmten Verrathe ausgewählt, in lobcnswerthen Eremplaren eingesendet. Wir nor-den später noch einmal auf die Leistungen diese« Hauses zurückkommen, welchem >ürdie Darstellung von Uhrbestandtheilen (Klaffe X. u.) die große Medaille zuerthiiltworden ist.

Nr. 437. Bricard und Gauthier aus Paris hatten eine Sammlung ver-schiedener Schlösser ausgestellt, gewöhnliche Ein- und Zwei-Tourschlöffer, sowie auchsolche mit eingeschlitzten mehrfachen Zuhaltungen, ferner Thürgriffe, Riegel und Baskü-len, in welchen letzteren die Franzosen bekanntlich viel Lurus treiben. Diese Gegenständezeichneten sich neben genauer Arbeit und billigem Preise durch jene angenehmen Formenaus, welche der Geschmack der Franzosen auch den Dingen des täglichen Gebrauchs mitgeringem Aufwande zu geben versteht. Sie wurden mit der Preismedaille belohnt.

Nr. 1256. Jean Marie Grangoir, Schlosser aus Paris , hatte einigeSchlösser mit besonderen Einrichtungen ausgestellt, unter welchen sich eins, welchesdie Anwendung von zwei Schlüsseln erfordert, bemerklich n,achte, wovon der eine sehrklein sei» kann. Wer nur im Besitze eines von beiden Schlüsseln ist, kann dasSchloß nicht mit demselben öffnen. Von Ebendemselben waren die bekannten AnHängeschlösser ohne Schlüssel ausgestellt.

Weitere zum Theil recht brave Schlosserarbeiten hatten Cugedt aus Paris (u. A. Bramahschlöffcr mit sehr kleinen Schlüsseln), Gebrüder Jaquenort ausCharleville und Tulza aus St. Etienne ausgestellt, meistens wohlfeile Waaren.

Nr. 946. Jean Paublan aus Paris hatte eine. sehr genau gearbeitete Geld-kasse mit sinnreich konstruirtem Schlosse ausgestellt, welche an Eleganz die Englischenübertrifft, an Sicherheit ihnen jedenfalls nicht nachsteht. Die Thüren sind versenktund die Thürbänder völlig verdeckt, was wir an mehreren Englischen Geldkaffenvermißten. Nr. 1705. Die Geldkaffen von Versteren aus Paris kamen an Ge-schmack den vorigen nicht gleich, wohl aber in der soliden Konstruktion.

Nr. 589. Leonard Charles aus Paris hatte eine Sammlung von Bett-stellen ausgestellt, theils ganz aus Stabeisen, nämlich Säulen aus Rundeisen, Kastenaus Flacheisen, Rost aus Bandeisen, das Ganze zum Zusammenlegen, theils mitKunstguß verziert, an denen die Seitenwände, Kopf- und Fußstück von Gußeisenmassiv oder durchbrochen, mit "oder ohne Blechfüllungen, welche in den einfacher»Sorten durch ihre Billigkeit, in den eleganter» durch ihren Geschmack sich auszeich-nen. Der illustrirte Katalog giebt einige Zeichnungen davon.

Nr. 897. Amede Lande aus Paris eine mit Bronze-Ornamenten verzierteund mit Federn versehene sehr elegante Bettstelle. Nr. 230. Gaudillot undComp. hatten Proben von ihren bekannten Möbeln aus eisernen Röhren konstruirt,ausgestellt, Sophas, Bettstellen und Stühle, insgesammt sehr gut gearbeitet. DiesesHaus begann im Jahre >832 in Bcsanrvn Möbeln, Gitterthore und andere Umzäu-nungen, Spazierstöcke u. dergl. aus zusammengebogenen, mit Weichloth gelöthetenund mit Kitt ausgefüllten Röhren zu fertigen. Später legte es sich auf die Ferti-gung gewalzten Hohleisens, und erzeugte davon große Quantitäten. Von diesemHohleisen wird ein großer Theil zu Bettstellen, Sesseln ,e. verarbeitet, welche bei be-deutend geringerem Gewichte die gleiche Solidität, wie die massiven, haben.

Nr. 180. August Dupont aus Paris , welcher eiserne Bettstellen in sehrgroßer Auswahl und Anzahl verfertigt, hatt« ebenfalls Proben seiner Fabrikateausgestellt.

Wir erwähnten dieser Bettstellenfabrikation gerne etwas ausführlich, weil sie inDeutschland noch wenig Wurzel gefaßt hat, und an der Ausdehnung, die sie in Frank-