tz. 32. Schmied- und Schlofserarbciten aus Oesterreich, Italien, Tunis . 127
reich genommen hat, ersehen werden kann, welcher Entwickelung sie fähig ist, ZnFrankreich sind viele solcher Etablissements, und mehr als eines derselben fertigtjährlich 10,000 Bettstellen und darüber. Dadurch, daß die gewöhnlichen Eisenbett-stellcn im Augenblick zusammengelegt und ebenso schnell wieder aufgestellt werdenkönnen, sind sie besonders vortheilhäft für arme im Wohnraum beschränkte Familien,welche durch Aufhäufung ihrer Betten auf eine einzige Bettstelle und Entfernung derübrigen anS dem Zimmer, dieses sowohl als Wohnzimmer wie als Schlafzimmergebrauchen können,
Nr, 830. Enfer aus Paris , hatte sehr niedliche und dabei solide Feldschmieden,einen Handventilator bewegt durch ein Schraubenrad, welches von einer Kurbelwelleaus auf die Schraube an der Ventilatorwelle wirkt, und eine neue Art von Blase-bälgen ausgestellt. In einem blecherncn Cylinder, welcher Ventile an seinen, Bodenhat, hängt ein runder Blasebalg, wieder mit Ventil, welcher die Lust dem Cylinderentnimmt und sie in gleichförmiger Stärke, wie ei» Doppelbalg auSbläst,
Nr, 257. Jose Calesso aus Madrid hatte vier gut gearbeitete Schlösser,welche für das Ständchaus in Madrid bestimmt sind, ausgestellt. Es find gewöhn-liche Zwei-Tourschlöffer, die sich durch große Pünktlichkeit und Sorgfalt auch in deräußeren Ausstattung auszeichnen,
Nr, 260, Julian de Miguel aus Madrid hatte eine mit Gußvrnamenteuverzierte prachtvoll gearbeitete eiserne Bettstelle ausgestellt, auf welche wir bei denBronzebettstellen in der Abtheilung der getriebenen Arbeiten zurückkommen werden,
Nr, 258. A. Läche« aus Madrid hatte ein Paar außerordentlich schön gearbeitete,nüt feiner Skulptur verzierte Steigbügel ausgestellt; der Steg ist durchbrochen, undin die Oeffnung sind versenkte Verzierungen eingesetzt, welche vergoldet sind. DerSteg, der Bogen und die Schlaufe sind mit versilberten Buckeln verziert, welche denEffekt einer Perlenbesetzung machen. In den Bogen sind versilberte Laubwerke ein-geschnitten. Diese Arbeit reiht sich den ausgestellten Prachtwaffen von Madrid undToledo an.
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Schmiede- u. Schlosserarbeiten aus Oesterreich, Italien, Tunis .
a, Oesterreich.
An Schmied- und Schlofferarbeiten war die Oesterreichische Ausstellung sehr arm.Eine größere Anzahl Nagelschmiede aus Steyermark hatten schöne mit der Hand ge-machte Nägel gesandt, deren seine und geschlossene Spitzen auf ihr vortreffliches Eisenhinweisen. Fünf verschiedene Aussteller hatte» Maultronimeln, (welche die Englän-der Judenharfen nennen), ausgestellt, was auf eine bedeutende Fabrikation dieser mu-sikalischen Instrumente hinweist. Auch einige Geldkasseu waren eingesendet, bei wel-che» man aber hätte wünschen mögen, es wären statt ihnen die Verfertige! erschienen,um in der Ausstellung zu lernen, wie im gegenwärtigen Jahrhunderte die Geldkasseugefertigt werden,
Nr, lOä, G, Cioni von Empoli hatte ein, in der Konstruktion dem Chubb-schcn verwandtes, sehr gut gearbeitetes Schloß ausgestellt. Er macht darauf Anspruch,einzelne Verbesserungen angebracht zn haben, welche aber, da das Schloß nicht aus-einander genommen werden konnte, nicht näher nachgewiesen find.