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H. 37. Großbritanniens getricbcnc und Blech-Arbeiten.
und der ganzen Länge nach durchlöchert eine größere Fläche begießen. Diese Gieß-kannen fördern die Arbeit i»id köniic», wo i»a» daS Wasser aus der Tiefe herauf zubeben hat, mittelst des langen Halses leicht gefüllt, nicht verschüttet und bei bleiben-der Neignng bis auf den letzten Tropfen entleert werde». Bentley erhielt dieMedaille.
Nr. 66. Sboolbrcd, Loveridge und Shoolbred hatten, neben einerAuswahl guter Blechwaaren, eine neue Art Kaffeemaschinen ausgestellt, welche denKaffee sehr vollständig crtrahiren soll. In dem cnlindrischen Gefäße ist der Seiher,welcher bis auf den Bode» niedergestoßen wird; er paßt ziemlich genau in das Ge-fäß, hat aber doch noch so viel Spielraum, daß er in einen Sack von sehr dichtemGewebe gesteckt, durch das Gefäß niedergedrückt werden kann. Dieser Sack hat obenherum eine Wulst, so daß ohne ihn der Seiher, welcher eine» etwa zollhohe» Randhat, nicht heraufgehen kann. Am Seiher ist ei» Bügel angebracht, der so hoch ist,daß er über das Gefäß herausragt. Das an der Kanne befindliche Ausgußrohrist ganz oben angesetzt. Hat man nun das Kaffeepulvcr in den Topf gebrachtund ini Seiher etwas fest gedrückt, darauf heißes Wasser gegossen, so windet manmittelst einer auf einem Apparate, den man mit in den Kauf bekommt, befiuvlieben Rolle den Seiher in die Höhe. Unter demselben entsteht dadurch ein Vakuum,und der Atniosphärdruck drückt das Wasser durch Kaffee, Seiher und Lack hindurch.Shoolbred erhielt die Medaille.
Eine andere derartige Verbesserung hat unter Nr. 615 3 ohn Gray aus Edinbürg ausgestellt. Die Englische » Bratenschüffcln haben in der Regel in der Mitteder Länge nach eine Rinne, in welche eine Anzahl Querfurcheu schiefwinklig ein-mündet. Dieselbe bildet an einem Ende der Schüssel eine Vertiefung, in welcher dievom Braten ablaufende Brühe sich sammelt. Auf dieser schwimmt nun das Fettund man bekommt daher beim Ausschöpfen zuerst meistens Fett und dann »nr Brühei» den Löffel. Gray bringt, um diesen Uebelstand zu beseitigen, neben der erstenVertiefung eine zweite an, trennt beide durch eine Wand, und stellt an ihrem Bodeneine durch einen Hahn verschließbare Verbindung her. Jetzt kann man, wenn sichFett und Sauce gesondert haben, letztere in die zweite Abtheilung übertreten lassen,und hat nnn beide Flüssigkeiten getrennt. Für unsere in Deutschland üblichen Saueieren wäre diese Einrichtung anzuempfehlen. Derselbe Aussteller hatte außerdemnoch Tafelgefäße in schöner Form, Blumenwasen u. dgl. aus Britauniamctall ausgestellt; ebenso auch viele Lampen, Leuchter und Wagcnlaterueu. Wir konnten einebemerkeuswerthe neue Konstruktion unter denselben nicht auffinden. Besonders be-uicrklich machte sich aber eine Gattung Tischleuchter, in welchen das Licht durcheine gewundene Feder gegen die auf dem Kerzenrohr aufgesetzte durchlöcherte Kappegedrückt wird, wie dies bei allen Wagenlatcrnen der Fall ist. Diese Leuchter findenin England im Augenblick starken Absatz, man sieht sie in vielen Kaufläden in Loudon als einen neu patentirte» Gegenstand ausgestellt. Sie verhindern das Ablaufender Kerzen und mögen deshalb, wo man schlechte Talglichte hat, gute Dienste thun.Die Londoner Gaslicht-Kompanie, welche für diese Leuchter patentirt ist, verkauftauch eine neue Art von Brenner für Gaslichter, welche eine außerordentlich helleFlamme geben. Dieselben bestehen aus einer horizontalen ringförmigen Röhre, aufderen Scheitel eine Reihe enger cplindrischer Brenner sitzt, welche einen Kreis von Lichtern gebe», der mit dem gewöhnlichen Glasrohr gefaßt ist. Bei stärker» Flammen istauch ins Innere des Lichterkreises eine Glasröhre von unten herauf eingeschobe», sodaß die Lichter in den, Raume zwischen dem äußern und dem innern Glascylinderbrenne», und dadurch die zum Verbrennen nöthige Luft sehr erhitzt zugeführterhalten, was eine sehr helle Flamme giebt.
Nr. 353. Thomas Bolton von Birmingham hatte sehr anschaulich die
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