§.64. Tafelgeschirre, kleinere Kandelaber, Leuchter rc. 219
Gattung gleiche Form und gleiche Verdienste. Chinesisch sind nur die daran ange-brachten Drachen.
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Tafelgeschirr, kleinere Kandelaber, Leuchter, Mittelftücke, Blu-menuntersaße, Dessertgeschirr, Präsentirteller, Brod- und Ku-chenkörbe, Flascbenbeschläge.
l. Britisches Reich.
Vielleicht kommt kein Land, wie wir bereits oben zu erwähnen Gelegenheit hat-ten, England gleich in dem Aufwande, den es in kostbaren Tafelgeschirren macht, inkeinem Lande wenigstens wird so solid und ohne Rücksicht auf den durch das ver-mehrte Gewicht bedeutend erhöhten Preis gearbeitet. Wir machen deshalb füglichmit England den Anfang dieser reichhaltige» Abtheilung, und erwähnen beiläufig,daß die Häuser, welche für ihre Kunstarbeiten in voriger Abtheilung den ersten Preiserhielten, nämlich Garrard und Comp., Hancock und Hunt und Roste ll,zugleich auch die größten Ausstellungen von kleinerem Tafelgeschirr, Mittelstücken,Kandelabern, Bluniennntersähen >c. geliefert hatten, deren Haut'tverdienst jedoch nurin der Masse und dem Silberwerthe bestand.
I. V. Morel hat sich durch ei» Assortiment von sehr kunstreichen und ge-schmackvollen Figürchen für Salzgefäße rühmlich hervorgethan. Ebenso gehören einPaar von ihm ausgestellte Tafelleuchter in Vermillon und blauem Email unter dieelegantesten Artikel, die man sehen kann.
G. R. Co llis von Birmingham hat eins der größten Kaffcebretter, die noch er-zeugt worden, ausgestellt. Dasselbe hat 55 Zoll im Durchmesser, enthält gegen900 Unzen Silber, und wurde auf Bestellung für den Gouverneur von Aleppo gear-beitet. Außerdem sind auch »och die Mittelstücke, Kandelaber und anderes Silber-geräth dieses Hauses sehr bcachtenswerth.
Von S. H. und D. G aß (London ) war ein Dessert-Service ausgestellt, in wel-chen, die sich durch Schönheit der Blätter over Seltenheit auszeichnenden Pflanzendes Kew-Gartens mit vieler Kunstfertigkeit und lobenswerther Treue nachgebildetwaren. Es ist dies eine Neuheit, die uns jedoch aus den bei einer anderen Gele-genheit weiter oben entwickelten Gründen nicht uachahmungswerth erscheint, und zwarum so weniger, je strenger man sich an das von der Natur gegebene Vorbild hielt.
Unter den von G. Angell (London ) eingesandten Kannen in Gold, Silberund Email zeichnete sich besonders eine in Etrurischem Style aus. Das Materialist Gold, die Form einfach und schön, die Verzierungen großartig, und die Arbeit,wie bei den anderen Artikeln, gut. Viel Beifall fand auch eine Kanne mit einerWeinlese, als -Vintaße sag- angeführt. Sie war jedenfalls schwierig auszuführen,allein die Form war nicht gefällig und die Arbeit, welche ihr den Namen gegeben,verfiel ins Kleinliche. Nebenbei war an derselben auch der schon oben gerügteFehler, daß die Verzierungen in Silber auf Goldgrund bestanden, zu bemerken.
Die ehrenvolle Erwähnung wurde G. W- Adams (London ) zu Theil, für Löffelund Gabeln in der sogenannten Tudor-Form, sowie
Cartwright und Hiron (Birmingham ) für Löffel, Gabeln und anderesSilbergeschirr.
2. Zollverein.
Aus den Staaten des Zollvereins haben nur Bruck mann und Söhne vonHeilbronn eine reiche Auswahl von Silbergeschirr ausgestellt. Was der Grund ge-wesen, warum keines der großen Häuser in Preußen, Sachsen und den übrigen Zoll-