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§. 66. Toilette», Schreib- und Reise-Utensilien.
-t. Vereinigte Staaten von Amerika .
Ball, Toncking und Blake (New-Uork.) Kurz vor Schluß, und so spät,daß sie sich nicht einmal im Kataloge aufgenommen finden, wurden von Amerika ausein sehr ansehnliches Thee- und ein Kaffeeservice aus Kalifornischem Golde ausgestellt.Es zeigt sich in denselben ei» besserer Geschmack und mehr Einfachheit zum Vortheilder Hauptform, als in den meisten neueren Produktionen. Die Hauptverzierung be-steht aus einer Art konventioneller Blätterranken, die sich indeß mir schlecht zu denkleinen Falken gesellen, mit welchen jedes Stück versehen ist. Am besten ist dieForm der Theekannen. Die Arbeit ist sauber, wenn nicht kunstreich, der Schnittrein und scharf (was besonders dem Englischen Silber fehlt). Der Styl ist der vonLouis XIV .
Die Farbe des Goldes hat einen eigenthümlichen Reiz, und scheint dasselbe fastmit Silber legirt zu sein.
Auch das getriebene Kaffeebrett von Silber mit etwas Goldverzierung hat gleicheVerdienste.
5. A e g y p t e n
stellt unter den Nummern 375, 380 und 382 ohne Nennung der Verfertige! einigehierher gehörige Artikel aus: ein Kaffcebrctt nämlich, eine Kaffeekanne und einenUntersatz, alle von Silber, aber von keiner Bedeutung und den Artikeln andrer Gat-tungen aus gleichem Lande weit nachstehend.
K. 66.
Toiletten, Schreib- und Reise-Utensilien.
Obgleich in keinem Lande die „üiessing eases" (Toiletten) ein so allgemeinesBedürfniß als in England sind, so hat sich unter den Ausstellern dieser Nation dochkeiner durch etwas besonders Schönes oder Neues bemerklich gemacht. (Natürlichkann hierbei nur von der äußern Ausschmückung die Rede sein, da die Beachtungdes innern Werths weder hierher gehört noch derselbe irgendwo streitig gemachtwird). Wir müssen deshalb auch in dieser Abtheilung mit
den Anfang machen, wo wir in der reichen Auslage des Herrn Aucoc sen., Paris ,der in diesem Fache alle übrigen Aussteller zu übertreffen scheint, sehr ausgezeichneteArbeiten gesunden haben. Sein viereckiges Waschgeschirr in Verweil, sein aus Sil-ber getriebener Spiegelrahmen im Renaissance-Styl, seine fleißig gearbeiteten undgeschmackvollen Reise-Necessaires für den Englischen Bedarf haben die Jury bewogen,ihm die Preismedaille zu ertheilen.
Marell (Paris ). Die größte der Reisetoiletten wurde von Marel gegenEnde ver Ausstellung nach England gebracht. Er hat dieselbe für Mustapha Pa-scha, Bruder des Vizekönigs von Aeghptrn, im Styl Louis XIV. gefertigt und darinunstreitig das Vollständigste geliefert, was man in dieser Art sehen kann. Die Ar-beit in Verweil mit türkis-blanem Email ist von seltner Frische. Der Preis diesesStücks beträgt 1000 Lstr.
Autod (Paris ). Auch die Reise-Necessaires des Herrn Autod zeichnen sichaus, die Arbeit in Niello , welches bald als Zeichnung, bald als Grund verwendetist, so wie der Hintergrund in orydirtcm Silber mit vergoldeten Blümchen in Hoch-relief, beweisen die Fertigkeit und den Geschmack dieses Künstlers.
Andere Nationen habe» keine Reisebestecke ausgestellt.
Viele der Necessaires finden sich nach Verhältniß des Materials der Kästen undals nur theilweise mit silbernen Utensilien versehen, in der XXIX. Klasse beschrieben-