226 XXIII. Klasse. Arbeiten in edlen Metallen.
Bowlyslaus. In den vier Ecken der Tafel, auf welcher sie sich befinden, ist derschwarze Adler, von reichen Arabesken umgeben, angebracht.
Auch andere Arbeiten in Email. Porzellan und geschnittenem Gold sprechen fürdie Kunstbildung dieses Hauses. Von letzteren nennen wir eine Platte mit einen,Jagdstück und ein Uhrgehäuse mit Wappen und Arabesken.
Herr Patek hat zugleich die kleinste Uhr ausgestellt, welche bis jetzt gefertigtworden; ihr Durchmesser hat nicht mehr als 3tz Linien. Hier wurde ihm die ehren-volle Erwähnung zu Theil, während er in der X. Klasse die PreiSmedaille erhielt.
Patton (Genf ) erhielt ebenfalls die ehrenvolle Erwähnung für eine Goldplattemit besonders schön gravirtcr Schrift.
S. Mercier (Genf ) hat wohl die bestgemalten Blumen ausgestellt. Sie findauf einem Grunde von durchsichtigem Email.
Bobet (Waldenburg) hat mit Erfolg mit den größten Künstlern Genfs in derFeinheit des Schnitts und der guten Zeichnung gewetteisert; seine „heimkehrendenSchnitter" nach Robert gehören zu dem Vollkommensten, was die Ausstellung insolcher Arbeit bietet.
6. Bleistift- und Federhalter, Spielereien aus edlen Me-tallen, Petschafte, Uhrschlüssel und Alles,'was die Fran-zosen „In j>etitn orCövrerie" nennen.
D. Elfroth geht durch seinen an einer Federhülse angebrachten Chronometerallen Artikeln dieser Art voran. Dieses außerordentlich künstliche Werk geht 32 Stun-den, und zeigt auf drei verschiedenen Zifferblättern die Stunde, den Tag der Wocheund den Tag des Monats. Alles ist von der kleinsten Dimension.
2. Britisches Reich.
Darauf folgen die zierlichen Petschafte und kleine» Arbeiten des Herrn Morelaus London, die oft wahren Kunstwerth haben und für den Englischen Markt bil-liger, als man glaubte, sie hier erzeugen zu könne», geliefert werden.
Auch Hunt und Roskell und Garrard haben hierher gehörige, mit Fleißund Geschmack gearbeitete Artikel ansgestellt.
Gebrüder Phillips (London ) haben die ehrenvolle Erwähnung für einigesehr vorzüglich gearbeitete kleine Statuen in vrydirtem Silber von Militairs zuPferde und zu Fuß erhalten, welche als Papicrbeschwerer dienen können.
Diese Gattung von Arbeiten gehört ganz besonders Frankreich und namentlichParis an, wo sich die größten Werkstätten mit den gewandtesten Künstlern finden.
Herr Marcel (Paris ) hat unstreitig die schönsten Artikel dieser Gattung vonkleinen Goldarbeiten ausgestellt; seine Petschafte u. dgl. sind unübertrefflich.
Gueyton und Rudolphi, von denen wir schon ausführlicher gesprochen,haben eine reiche Ausstellung solcher Dinge geboten, allein sie arbeiten auch andereArtikel von größerem Umfange. Ausschließlich aber für die petite orlevrerie arbeitet:
Brunean (Paris ). Dieses Haus, welches einen großen Handel mit dem Aus-lande treibt, hat Gegenstände aller Art und aller Grade von Verdienst ausgestellt.Es haben dieselben eine besondere Unterhaltung der Besuchenden gebildet, und gewißhaben die ciselirten Arbeiten im Renaissance-Styl, die Riechfläschchen, Petschafte unddergl. in solcher Mannigfaltigkeit nicht leicht den Geschmack irgend eines Beschauersunbefriedigt gelassen. Wir haben hier Alles, was zu den Etuis gehört: Bonbon-