Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
227
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§. 67. Kleine Gold- und Filigran-Arbeiten. 227

niöres, besonders künstliche Waffen, Börse», Büreaugarniturcn in allen Materialien,Cigarrcnetuis, Servicttenbänder, Petschafte, Tasten, Dosen ic., allermeist von vortreff-licher Arbeit.

Bruneau hat für diese reiche Ausstellung die Preismedaille erhalten.

6. Filigran-Arbeiten.

1. Zollverein.

In diesem, dem südlichen Europa und dem Orient angehörigen Kunstzweige hatsich in, Zollverein nur Meyer Löwen so» aus Tilsit mit Erfolg versucht. Er hateinen Thurm in Filigran ausgestellt, wie ihn die Russischen Jude» bei ihrer Sab-bathseier gebrauchen.

2. Schweden .

Herr Tostrup hat auch verdienstliche Arbeiten dieses Zweiges geliefert.

3. Frankreich

beschäftigt sich weniger mit Filigran, als mit irgend einem andern Zweige der Silber-schmiedekunst. Doch hat A. R. Paye» (Paris ) eine schöne Ausstellung von Fili-granarbeiten jeder Gattung, unter denen sich die in Gold (Filigran mit Goldpcrlcngemischt) auszeichnen. Er hatte sich dabei die eigene Aufgabe gesetzt, den Geschmackverschiedener Nationen in diesem Zweige wiederzugeben.

4. Sardinien .

Obgleich in keinem Lande dieser Kunstzwcig so allgemein bearbeitet wird, wie inPiemont, namentlich in Genua , wo die Bearbeitung der Korallen und des Filigranganze Straßen von Goldarbeitern in Anspruch nimmt, und wo von der Regierungüber die Aechtheit des Metalls, sei es Gold oder Silber, streng gewacht wird, sohaben wir dennoch aus diesem Staate nur zwei Aussteller.

I. Loleo (Genua ). Unter anderem hat derselbe ein säulenartiges Monumentder großen Ausstellung in Filigran gearbeitet, allein sein Hauptverdienst und dienützlichere Verwendung dieser Goldschmiedsarbeit besteht hier mehr in sehr kunstreichausgeführten Körben, Zuckerschalen, Eigarrenetuis und Danienschmnck, welche Gegen-stände mit vieler Eleganz gearbeitet sind und die Jury bewogen, dem Herrn Loleodie Preismedaille zu ertheilen.

Z. Bennati (Genua ). Dieser Künstler zeigt uns, wozu diese Gattung vonArbeit nicht zu gebrauchen ist, indem er eine Statue des Kolumbus, wie er denSchleier eines Theiles der Erdkugel lüftet, in Filigran ausgearbeitet hatte. Diegroße dabei überwundene Schwierigkeit wird keineswegs verkannt, allein dies reichtnicht hin, bei Arbeiten solcher Art den Ansprüchen Genüge zu leisten. Herr Ben-nati erhielt ebenfalls die Preismedaille.

5. Portugal .

B. G. Mamede hat saubere Arbeiten in Filigran in Verbindung mit einemAmethystschmuck ausgestellt. Die von Benvcnuto Ccllini besonders empfohlenenKnöpfchen von Goldperlen sind hier mit Vortheil angewendet. Ehrenvolle Erwähnung.

A. de Franc». Unter anderen Artikeln des Goldschmieds auch etwas Gold-filigran. Ehrenvolle Erwähnung.

ö. Malta .

S. Falson. Von den Malteser Goldarbeitern, unter denen das Filigran zuder Hauptbeschäftigung gehört, haben sich die Arbeiten des Herrn Falson ausge-zeichnet. Besonders sind uns seine Goldarmbänder mit niedlichen Rosetten aufge-fallen. Er sowohl, als die Herren A. Portelli und E. Crötien haben für ihreFiligranarbeiten die ehrenvolle Erwähnung erhalten.

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