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XXIH. Klasse. Arbeiten in eblcn Metallen.
Cyan-Goldkalium bildet, welches letztere man zur galvanischen Vergol-dung benutzen kann.
Zur Versilberung, die meistens auf Neusilber aufgetragen zu werdenpflegt, bedient man sich am besten einer Lösung von Cyansilbcr in Cyan-kalium. Zu diesem Zwecke löst man metallisches Silber in vier TheilenSalpetersäure, verdünnt mit einem Theil Wasser. Man erhitzt lind fügtdas Silber nur nach und nach zu. Hat sich das Metall gelöst, so gießtman die Flüssigkeit in ein größeres Gefäß, verdünnt mit mehr Wasser,und fügt dann eine Auflösung von Cyankalium hinzu, so lange sich nochein weißer Niederschlag von Cyansilber bildet. Durch einen weiterenZusatz von Cyankalium zu dem Niederschlug wird der letztere wiederumvollständig aufgelöst und die Lösung enthält sodann Cyansilberkalium, wasman unmittelbar zur Versilberung anwenden kann; man thut jedoch gut,die Flüssigkeit vorher zu filtrircn, um einen schwarzen Bodensatz, der beidiesem Prozesse unausbleiblich vorkommt, zu entfernen. Die Beimischungvon ein wenig Schwefelkohlenstoff zu der zum Versilbern bestimmten Lö-sung soll eine ganz besonders brillante Silbersarbc hervorbringen. InBirmingham wendet man, um einen elektrischen Strom hervorzubringen,auch kräftige Magnete an.
Wir erwähnen noch schließlich, daßKapitain Jbbetson mehrereVerbesscrungcn in dem galvanoplastischcn Verfahren angebracht und nament-lich eine neue Mischung von Kupfer und Gold, die sich für die Galvano-plastik anwenden läßt und wodurch die erzeugten Gegenstände an Rein-heit und Härte gewinnen, erfunden hat. Zugleich halte derselbe Ausstel-ler, wie wir hier beiläufig bemerken, ein neues Verfallen, um Metallgüssezll machen, erfunden, vermöge dessen er im Stande ist, für mehrere Ab-güsse dieselbe Form zu gebrauchen, wäbrend gegenwärtig bekanntlich fürjeden Guß eine neue angefertigt werden muß. Z
1. Britisches Reich.
Ellington und Mason (Birmingham ). Wir machen füglich mit Englandim Allgemeinen »nd mit den Herren Ellington und Mason den Anfang dieserwichtigen Abtheilung. Denn nicht allein waren es diese Herren, welche die Galva-noplastik für die Vergoldung und Versilberung zuerst (>840) iu England anwendetenund im Großen betrieben, sondern durch den besondern Kunstsinn und unermüdlichenEifer des Chefs der Kunstabtheilung hat ihre Erzeugung in Bezug auf Kunstwerth,Dauerhaftigkeit und Umfang sich an die Spitze aller Unternehmungen dieser Gat-tung gestellt.
Sie haben dem Beschauer eine der anziehendsten Sammlungen geboten: eineAuswahl von Kunstsachen von der heroische» Größe der Statue bis herunter zuden kleinsten Figürchen; dabei eine reiche und köstlich gearbeitete Auswahl derschönsten Gefäße, Kandelaber w. von Pompeji und Herkulanuni, Preisgefäße, Uhrenund alles Geschirr für den täglichen Bedarf, besonders auch Mittelstücke zu Tafel-aufsätzen.
Die Kunftartikel sind gewöhnlich in Kupferniederschlag gearbeitet und auf elek-trischem Wege theilweise vergoldet und versilbert. Dabei finden sich jedoch auch