Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
233
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§. 68. Galvanoplastische Erzeugnisse aller Art. ZZZ

die Kunstgegenstände ertheilt, namentlich für ein Mittelstück, wo fischende Amorinenunter einer Baumgruppe vorgestellt sind.

F. A. Thouret (Paris .) Unter andern Utensilien hat dieses Haus auch einigeKunstartikel ausgestellt, in welchen es sich durch eine genaue Nachahmung der Anti-ken und sehr reinliche Arbeit auszeichnet. Das Gefäß mit dem Raub der Sabinerinnenund der mit Medaillons verzierte Bucheinband gehören zu lehtern. Herr Thouret istfür seine Arbeiten des Preises würdig erachtet worden.

Rudolphi u. Guevton haben ebenfalls mannigfache und sehr fleißig gear-beitete Gegenstände der Galvanoplastik ausgestellt, besonders äußerst niedliche Kom-positionen in Landschaften und Jagdstücken. Ihre Artikel gehören zu den feinstenihrer Art und zeichnen sich durch guten Geschmack aus. Wir machen besonders aufeine große Theefontaine aufmerksam, mit Amoriuen in Relief und einem jungenBacchus auf der Spitze, so wie auf die zierlichen Cigarrenbehälter mit badendenFiguren.

I. H- Cornillon (Paris ) hat sich durch eine besondere Anwendung der Gal-vanoplastik ausgezeichnet, welche, wenn auch nicht der Kunst angehörig, doch auchnicht in die Kathegorie des Hausbedarfs fällt. Er überzieht nämlich.Flaschen undGläser aller Formen mit einem galvanoplastischen Niederschlag, auf welchen dannund in welchen allerhand zierliche Formen geschnitten und vergoldet werden. Dieseneue Anwendung zusammen mit der Zierlichkeit der Arbeit hat die Jury veranlaßt,Herrn Cornillon die ehrenvolle Erwähnung zu Theil werden zu lassen.

3. Zollverein.

Jul. Wink elm ann (Berlin ) hat sich durch Menge und Mannigfaltigkeit seinerArtikel bemerklich gemacht. In seiner Statue des Kurfürsten von Brandenburg hater nicht geringe Schwierigkeiten glücklich überwunden.

Die für den täglichen Gebrauch bestimmten Gegenstände waren so schnell undstark angelaufen, daß sie nicht beurtheilt werden konnten.

Herr L. Susseman n hat Herrn Winkelmann Gelegenheit gegeben, seine Sorg-falt bei Bearbeitung eines Materials wie Gyps, welches wie das Metall schwindet,zu zeigen: sein vergoldeter Obelisk von Luror macht Beiden Ehre.

F. L. Möhring (Berlin ) hat einige gute Kunstarbeiten geliefert. Die Charitasnach Tieck ist besonders beachtet worden.

Die übrigen Leistungen von Deutschland waren insgesammt weder so gelungennoch so bedeutend in der Unternehmung, daß sie eine besondere Erwähnung ver-dienten.

Außerdem hatte der schon oben (§. 66) erwähnte Fr. Schneider in Berlin einen Rahmen mit galvanisch plattirten Daguerreotyp-Platten ausgestellt; die Plani-rung ist ohne Hammer nach eigenthümlichem Verfahren bewirkt, in verschiedener Größeund Güte:

I.

Größe 8s; u.

6^ Zoll, das Dutzend 18 Rthlr.

—

II.

- 5'z -

44 - -

-

9 -

—

III.

- 44 -

3'z - -

-

6 -

—

IV.

- 4'z -

-

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4 -

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V.

- 34 -

2; - -

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VI.

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VII.

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VIII.

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25

Die vorzügliche Qualität und die dieses bei der gegenwärtigen Beliebtheit derDaguerreotypen wichtig gewordenen Materials, wie es der Aussteller liefert, hat sichschon weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaus, selbst in Amerika , Anerken-nung errungen.