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XXlll. Klasse. Arbeite» in edlen Metallen.
Die meisten Steine dieser Gattung werden in Peru gefunden. Dieaus Indien kommenden sind oft so farblos und glänzend, daß man siewohl für Diamanten halten könnte. Härte und Gewicht müssen dannentscheiden; denn der Rubin kommt an Härte dein Diamanten zwar ziem-lich nahe, aber doch nicht gleich.
Bisweilen werden rothe Varietäten des Spinell, Granaten, Hya-cinthe, geglühte Amethyste und Topase fälschlicherweise als Rubinenverkauft.
Endlich erwähnen wir noch, daß man den Orientalischen Rubin,wenn seine Farbe in das Violette übergeht, oft mit dem Namen Orienta-lischer Amethyst bezeichnet. Derselbe hat jedoch mit diesem letzteren ausQuarz bestehenden Steine nichts gemein, als die Farbe.
Der Sapphir ist, wie erwähnt, eine Varietät des Rubins oder Ko-runds ; er besieht, wie dieser, aus Thonerde, nur daß er meistens eine blaueFarbe hat. Jedoch werden auch farblose, rothe, grüne, gelbe, braune,glasglänzcndc, zuweilen mit sternförmiger Lichtbrechung (dann Asteriasgenannt), und opalisirendc Sapphire gesunden; ein Beweis, daß bei Beur-theilung von Edelsteinen die Farbe kein sicheres Kennzeichen darbietet.Sie kommen meist aus Ecylon, Hohenstcin in Sachse», Bilin in Böhmen ,Erpailly in Frankreich. Die gelben Sapphire nennt man auch Orienta-lische Topase. Ist hingegen die gelbe Farbe mit der blauen gemischt, sonennt man dieselben, wegen ihrer grünen Farbe, Orientalische Smaragde.Steine, welche mehrere Farben abgesondert zeigen, sind, ihrer Seltenheitwegen, hochgeschätzt. Noch erwähnen wir, daß einzelne Arten Sapphire sich durch einen eigenthümlichen Pcrlmutterglanz auszeichnen und daß diesternförmige Strahlenbrechung, die wir oben berührten, nur im blauenSapphir vorkommt.
Der Smaragd gehört, nebst Beryll und Aquamarin, wegen sei-ner ausgezeichneten Reinheit und seines hohen Glanzes, zu den schönstenEdelsteinen. Der Hauptbcstandtheil dieser Steingattung ist Glucinerde,die durch Chromoryd ihre schöne grüne Farbe erhalten hat. Der haupt-sächlichste Fundort der Smaragde ist Peru , doch kommen auch im Orientederen vor.
Der kolossale Smaragd des Herzogö von Dcvonshirc zeigt denStein in seiner natürlichen Form. Von der Oftindischen Kompanie hin-gegen sind die schönsten geschnittenen Smaragde ausgestellt.
Der Opal könnte, wenn Härte und Gewicht ein wesentliches Merk-mal der Edelsteine ist, nicht zu letzteren gezählt werden, denn er ist oftsehr zerbrechlich und sein spezifisches Gewicht steigt selten über 2. Alleindie Schönheit der blau, grün, roth und gelb schillernden Flecken auf seinerOberfläche macht, daß er in Juwelierarbeiten vielfach Verwendung findetund oft sehr theuer bezahlt wird. Sein Hauptbestandtheil ist Kieselerde.Man findet ihn in Trachytgebirgen in Frankreich, Ungarn , Meriko rc.
Der Chrysopras , durch Nickeloryd lichtgrün gefärbt, halbdurch-