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XXIII. Klaffe. Arbeiten in edlen Metallen.
uns zu weit führen, wenn wir auch nur die vorzüglichsten Steine dieser unvergleich-lichen Sammlung erwähnen wollten.
Herr Joseph Mayer stellte einen schwarzen Diamant aus, der bis jetzt allenVersuchen, ihn zu pvliren, widerstanden hat.
Das Parlaments-Mitglied A. I. BereSford Hope hatte eine reiche Samm-lung von Preciosen ausgestellt, unter denen sich die größte bekannte Perle befand.Dieselbe wiegt 3 Unzen oder 1800 Grain, ist 2 Zoll lang und hat einen Umfangvon Zoll.
Andere merkwürdige Stücke dieser Sammlung waren einer der größte» Ungari-schen Opale, beinahe 2 Zoll lang und 1!, Zoll breit, ferner Murats Degengriff, au«einem einzigen Aquamarin (Beryll) bestehend, in 3 Reihen basaltartiger Facetten ge-schliffen und zierlich gefaßt.
Endlich waren noch ein Sapphir Merveilleur von einer bei künstlichem Lichteamethystartigen Farbe und ein ausgezeichnetes goldfarbenes Katzenauge (oeil ste cbat),ein Astcria von 234 Grain und noch ein Katzenauge, der größte bekannteStein dieser Gattung, von beinahe 2 Zoll Durchmesser und früher im Besitze desKönigS von Kandy , so wie viele andere geschnittene und gefaßte Steine bemer-kcnswerth.
') Babcr war der erste der Moguldynasten aus den« Hause Timur und Herr-scher von Hindostan durch den Sieg über Ibrahim Lodi um 1526.
2) sslem. ok Lader, translatest d^ Dr. Le^cken anä ülr. Lrssiine, pag. 308.
§. 72 .
Juwelierarbeiten und Bijouterien, mit Edelsteinen und Perlen
verziert.
Die Ausstellung enthielt, außer den obenerwähnten höchst kostbaren Steinen,einen überschwenglichen Schatz kostbarer und vortrefflicher Juwelierarbeiten.
1. Britisches Reich.
Wir halten es für zwecklos, hier eine Anzahl jedenfalls sehr schöner kleinerSchmuckartikel genauer und einzeln anzuführen, welche in den Englischen Berichtenzwar beschrieben sind, da sie die Jury bei der Entscheidung der Preise leiteten, dieaber nur für England und Frankreich , wo diese Sachen zum Verkauf ausgebotenwerden, durch die Ertheilnng des Preises einen größeren Werth erhalten haben.
I. V. Morell und Comp. (London ) haben wohl das kostbarste und theuersteStück Juwelierarbeit in der ganzen Ausstellung geliefert. Es ist dasselbe ein Bou-quet aus Diamanten und Rubinen, alle von der größten Schönheit, welche so vongleicher Größe w- zu sammeln, mehrere Jahre gekostet hat, so wie man auch denWerth dieser Steine daraus erkennen kann, daß der Preis des Bonquets 15,000 Lstr.(100,000 Rthlr.) beträgt. Bei seiner außerordentlichen Größe ist es so eingerichtet,daß man es in mehrere Stücke zerlegen kann, von welchen jedes einen besonderenKopf-, Hals- oder Brustschmuck bildet. Die Hauptblumen sind: eine Rose, eineTulpe und eine Winde. Die Rubinen sind in Gold gefaßt, jedoch etwas schwerfällig.
Hunt und Roskcll (London ). Nichts kommt der Mannigfaltigkeit undSchönheit der Edelsteine dieses Hauses gleich. Auch sie haben ein Bouquet ausge-stellt, welchem bei geringerem Werthe dennoch der Vorzug der besseren Fassung zuer-kannt wurde. Seiner geringeren Größe wegen ist eS auch für den Gebrauch passen-der. Es besteht dieser Schmuck ganz aus Brillanten und er hat die Eigenthümlich-keit, daß er bis in den kleinsten Theil zerlegt und in sieben einzelnen Theilen getragenwerden kann.