258 XXII!. Klasse. Arbeiten in edlen Metallen.
A. F. Pichard (Paris ) hat die ehrenvolle Erwähnung für seine nachgemachtenSteine erhalten, die meist mit Geschmack gefaßt sind. Die Sapphire und Opale findetwas unansehnlich, aber einige Brillanten sind unübertrefflich.
§. 75 .
Schmucksachen von Elfenbein, Haaren, Bernstein , Horn, Meer-schaum, Korallen, Schildpatt und anderen Dingen, in welchendie edlen Metalle nicht die Hauptsache bilden.
Die vorzüglichsten Arbeiten dieser Abtheilung gehören in die XXX. Klaffe, wosie, wie besonders die Elfenbeinarbeite», als Kunstwerke beurtheilt worden find.
Die Bernsteinarbeiten, von denen eine nicht unbeträchtliche Menge von sehr verschiedener Güte ausgestellt waren, werden in dem Berichte über die XXIX. Klaffeeine Anerkennung finden, für welche der Berichterstatter der XXIII. Klaffe seine MitjnrorS nicht hat bestimmen können, welche, trotz des sehr bedeutenden Verdienstes undder sehr wichtigen Produktion, welche diesen Artikel in vielen Orten Norddeutsch-lands zur Lebensfrage gemacht hat, nicht über die ehrenvolle Erwähnung einigerManufakturen hinausgehen wollten. Außer den in Klaffe XXIX. durch Preisme-daillcn und ehrenvolle Erwähnung ausgezeichnete» Ausstellern haben »och nächstehende eine ehrenvolle Erwähnung für Arbeiten in Bernstein erhalten:
G. I. Hoffmann aus Danzig für einen Halsschmuck.
G. E. Ja ritzen aus Stolp für Halsschmuck, Brochen und andere Artikel.
Die Arbeiten in Haaren hat man in England zu einer großen Vollkommenheitgebracht.
Ant. Forrer in London , den wir in diesem Fache für den besten halte», zeich-net sich durch sehr geschmackvolle Arbeit, welche er für Schmuck verwendet, aus.
Wir machen besonders auf ein Armband von ihm aus weißen Haaren auf-merksam.
Dieser Zweig ist zu gering geachtet worden, um Preise zu ertheilen, so zweck-mäßig und willkommen auch die Arbeit für Andenken und ähnliche Geschenke ist,welche durch die Verbindung mit edlen Metallen einen nicht unbedeutenden Grad vonKunst erreichen könne».
Im Zollverein hat Gustav Scel aus Elberfeld ganz artige Arbeiten in Haarenausgestellt, von denen freilich die schwierigsten die weniger für dieses Material ange-messenen sind. Weiteres hierüber findet sich in dem Bericht über die XVI. Klaffe.Siehe Bd. II., Abschnitt IV., Seite 320.
Die Arbeiten in Elfenbein, unter denen von Deutschland, Frankreich und Däne-mark vortreffliche Sachen ausgestellt waren, gehören in den Fällen, wo sie weder mitMetall, »och mit Steinen in Verbindung gebracht worden, mit mehr Recht in dieXXX. Klaffe. Wir führen daher hier nur an:
I. Geismar und Comp. (Wiesbaden ), welche für ihre meist mit JagdscenenVerzierten Schmucksachcn -c. die ehrenvolle Erwähnung erhalten haben.
Für Meerschanmarbeiten, für welche man das Mehrere im Bericht der XXIX.Klaffe nachsehen wolle, ist Herrn Bolz an (Lemgo ) die ehrenvolle Erwähnung zuTheil geworden.
Für Schildpattartikel ist kein Preis ertheilt worden. Wir fanden in Frankreich eine eigene Anwendung derselben für Schmuck, meist Brochen und Armbänder, beiPhilip in Paris , allein diese waren trotz der Mischung mit Gold von gar keinerWirkung und zeigten eher, daß diese Arbeit zu vermeiden sei.