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XXIV. Klasse. Glaswaarcn.
bildungcn durch Vulkane oder brennende Stein- und Braunkohlcnlagerentstanden, letztere als Opal in seinen vielen Varietäten dcS Milch-,Wachs-, Feuer-, Glas-, edlen Opals, sowie als Pcrlsintcr, Hvalith n,meist durch Zersetzung und Auslaugung von Fcldspathgesteincn gebildet.Zu den Gläsern gehören auch die bei den metallurgischen Prozessen fallen-den Schlacken, so lange dieselben amorpb sind.
Findet nun in Beziehung der quantitativen Verhältnisse der chemi-schen Mischungöthcile eine große Mannigfaltigkeit in der Zusammensetzungder Gläser Statt, so gilt dies auch für die qualitative Zusammensetzung,indem eine Menge verschiedenartiger Körper in die Mischung des Glasesmit eintreten können, wodurch dann die verschiedenen Modifikationen inBezug auf Durchsichtigkeit, Strahlenbrechung, Farbe, Härte, Gewichtu. s w. hervorgebracht und bedingt werden.
In technischer Beziehung können wir zwei Arten von Gläsern unter-scheiden, nämlich Alkalisilizitc »lit alkalischen Erden und Alkalisilikatc mitSebwcrmetallorvdcii. Von Alkalien wird zur Glassabrikation nur dasKali und daS Natron angewendet, entweder jedes für sich, oder auch beidemit einander verbunden. Nennen wir die Gläser mit alkalischen Erden„Erdgläser", so haben wir von denselben: „Kalkgläscr, Magncsiagläscr,Strontiangläscr und Barvtgläscr." In geringen Quantitäten könnenauch andere Erden in die Mischung der Gläser mit eingehn, z. B.Tbvnerdc.
Aon Gläsern mit Schwermetallorvden vermischt, die man „Metall-gläser" nennen könnte, haben wir vorzugsweise: „Bleigläser, Zinkgläscr,Eisengläser, Mangangläscr." Letztere beiden Metallorvde können in ver-schiedenen Orvdationsstufen in die GlaSmischung eingeben. Ebenso dürs-ten die übrigen, den genannten Elementen homöomorphcn Stoffe, ;. B.daS Ehrom, Titan, Kobalt, Nickel u. s. w. in ihren verschiedenen Oryda-tionSsrufcn ähnliche Glasbildungcn hervorbringen, wie die Mangan- undEiscnorvde. Außerdem werden den Gläsern noch Fluor im flußsaurenKalk oder Flußspath, sowie Bor, in der Borsäure oder borarsaurem Na-tron (Borar) zugesetzt, lieber andcrweitc Zusätze wird Näheres bei denGlaomischungcn mitgetheilt werden.
Die Erdgläser, wie die Blei- und Zinkgläscr können farblos dargcstellt werden; oft werden sie aber absichtlich durch verschiedene Metall-vryde, sowie durch Phosphor, Schwefel und Kohlenstoff gefärbt. Mit-unter werden auch Felsartcn, z. B. Basalte, Phonolithe, Grünstcine undandere Amphibol- und selsithaltigc Gcbirgsgesteine, wie auch bei mctalturgischcn Prozessen gefallene Schlacken dem Glassatzc zugegeben. Ausdiese Weise wird der sogenannte schwarze Hvalith aus den Gräflich Bu-quoyschen Hütten in Böhmen durch Zusatz von Eiscnsriscbschlackcn dar-gestellt; dann ein ähnliches schwarzes Glas, das KnopsglaS, auf demFichtclgebirgc durch Zusatz von eisenhaltigen Amphibolgesteincn. In die-