Band 
Dritter und letzter Theil.
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tz. 81. Einleitung.

sen Gläsern ist dann auch die mit dem Eiscnorvde homvomorphe Thonerdemit enthalten, die aber in zu großer Quantität das Glas unschmelzbarmacht.

Bekannteres, bereits in technologischen Lehrbüchern oder in Werkeltüber Glaöfabrikation Enthaltenes kann hier nur insoweit Erwähnungfinden, als es nothwendig ist, um den Standpunkt der Glaösabrikation inden verschiedenen Ländern zur Zeit der Londoner Industrieausstellung an-schaulich zu machen; dagegen behalte ich mir vor, ausführlichere durchZeichnungen erläuterte Mittheilungen über Hvalurgie in einem besonderenHefte späterhin mitzutheilen.

Ueber die Wichtigkeit und Nützlichkeit des Glases in den Gewerben,wie in der Wissenschaft, ist cS wohl nicht nöthig sich hier weiter zu ver-breiten. Jedermann weiß, welche mannigfaltige Anwendung das Glasfür den häuslichen Bedarf gestattet, welche häufige Verwendung es in dentechnischen Gewerben findet, und wie die Physik, Ehcmie und die übrigenNaturwissenschaften ihm zum großen Theile die Fortschritte mit verdanken,welche diese Wissenschaften in neuerer Zeit gemacht haben. Dem Glaseverdanken die Teleskope wie die Mikroskope ihre jetzige AuSgezeichnethcit,durch welche es uns möglich wird, immer mehr die beiden Ertrcme desUnendlichen zu erforschen, und auf einer Seite von den Himmelskörpern,die den großen und unermeßlichen Weltraum durchlaufen, wie auf derandern von der wunderbar kleinen Körperwelt, die sich in einem Wasser-tropfen bewegt, eine immer genauere Kenntniß zu erlangen.

In welcher Zeit man das erste Glas künstlich dargestellt hat, ist nichtzu bestimmen, wahrscheinlich aber ist seine Darstellung so alt, als dasSchmelzen der Metalle und die Verfertigung gebrannter Thonwaaren.

Schon in sehr früher Zeit wußten die Acgypter kunstvolle Gläserzu verfertigen, wie die vielen ausgegrabcnen Glasgcgenstände von Thebenund Memphis beweisen. Meist sind diese Gläser, die zu den mannigfal-tigsten Gefäßen, Schmuck- und anderen Gegenständen verarbeitet worden,gefärbt und undurchsichtig. Die blaue Farbe ist die am häufigsten auf-tretende, nach dieser das Grün in verschiedenen Nüancen, Gelb, Roth,Zimmctbraun, Weiß und Schwarz, letzteres ähnlich dem Böhmischen Hya-lith mit ausgezeichnetem Glänze. Amcthystroth scheint seltener vorzukom-men. Ost sind mehrere Gläser von verschiedenen Farben mosaikartignach den regelmäßigsten Zeichnungen mit einander verschmolzen und Hohl-gesäße, sowie andere Gegenstände daraus gebildet. Im Britischen Mu-seum zu London befindet sich das Fragment eines Basrelief (Nr. 6230),einen männlichen Kopf darstellend, an welchem daS Gesicht von gelberFarbe ist, die Haare von blauer mit kokardenartigcn weißen, blauen undgelben Ringen verziert; aus dem Scheitel befindet sich ein blauer und grü-ner Kopfschmuck und das Ganze steht aus rothem Grunde. Die Arbeitscheint durch Pressen und Nachschleifen hervorgebracht zu sein. Die grü-