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XXIV. Klasse. Glaswaaren.
neu Gläser sind meist durch Kupfer gefärbt ; ein rothes, undurchsichtigesvon .8,110 spez. Gew. und 6^- Härte verdankt ebenfalls dem Kupferfeine Farbe; ein smalteblaueS Glas von 2,528 spez, Gew. und 7 ' Härtefand ich durch Kobalt, Eisen und eine Spur von Nickel gefärbt. Aneinem schwarzen Glase, einen Kopfschmuck der Isispriester darstellend,war der natürliche Glanz sowohl, wie verschiedene Arten des Schliffsund der Politur bemerkbar, sein spez. Gewicht betrug 2,392 und dieHärte 8: vor dem Löthrobrc wurde es blasig und reagirte auf Eisen undMangan^). Einen blauen, durchsichtigen Glaöhenkel aus Schon, auswelchem auf einer Seite L6l^E) und auf der anderen ^8^5
810061 mittelst einer Zange eingepreßt war, in die auf beiden Theilenderselben die Griechische und die Lateinische Inschrift mußte cingegrabengewesen sein, fand ich durch reinen Kobalt gefärbt. Von solchen Glas-henkeln mit gleicher Inschrift und von blauer und zimmtbrauner Farbebefinden sich mehrere im britischen Museum. Daselbst bemerkte ich unterden Gläsern von Sidon auch ein blaues, inwendig mit weißem Emailüberfangenes Hohiglassragment, welches außen ein Blatt in Relief mitdeutlicher Feucrpolitur zeigt.
Für das hohe Alter der Glasmachcrkunst bei den Acgyptcrn führtSir I G. Wilkinson^) als Beweis zwei Abbildungen von Glasbläsernan, die sich zu Beni Hassan befinden. Aus den die Zeichnungen umgcbenden Hieroglyphen soll hervorgehen, daß diese Zeichnungen vor demAuözuge der Kinder Israels aus Aegvpten gefertigt worden seien. Ebensoerwähnt er einer von Eapt. Hervcv zu Theben gefundenen Glaöperlevon ^ Zoll Durchmesser und dem spez. Gewicht des gewöhnlichen Eng-lischen Kalk- oder KronglaseS, mit dem in Hieroglyphen geschriebenenNamen eines Monarchen, welcher 1500 Jahre vor Ehristi Geburt ge-lebt habe.
Von meinen Reisen im Orient habe ich unter anderen AegyptischcnGlasgcgenständcn auch eine Perle und einen Skarabäus von grünemdurch Kupfer gefärbten porösen sehr verwittertem Glase mitgebracht, welchesich gegenwärtig ebenfalls in meinen Sammlungen zu Jena befinden.Erstere hat ein spez. Gew. von 1,968, letzterer von 1,782 und beideeine Härte von 6. Das geringe spezifische Gewicht scheint von der Ver-witterung und der dadurch wohl mit hervorgerufenen Porosität herzurüh-ren. Im Inneren zeigen sich noch durchscheinende »«verwitterte Stellen.Auf dem Skarabäus ist der Name von Menopbis in Hieroglyphenschristbefindlich, woraus es wahrscheinlich wird, daß der Skarabäus 1600Jahre vor Christi Geburt gemacht worden ist. Sonach würde diesesGlas das älteste bis jetzt bekannt gewordene sein "0
Daß die Hebräer das Glas in ältester Zeit schon gekannt haben, istwohl anzunehmen. Es muß aber dasselbe als etwas sehr Kostbares be-trachtet worden sein, indem es im Alten Testamente, Hiob 28, 17, unter