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tz. 81. Einleitung.
dem Namen (Scchuchitb), welches man in neuerer Zeit durch
Glas übersetzt, als ein Gegenstand voui höchsten Werthe mit dem edel-sten Metalle, dem Golde zusammengestellt wird. Eine weitere Er-wähnung des Glases findet sich nicht in der Bibel, und find unter denSpiegeln I, Hiob 37, 10, sowie 37, 18 gcwifi nur Mctallspicgcl zuverstehen, wie sich solches noch deutlicher aus 2 Buch Mose 38, 8 ergiebt.
Offenbar weit neuer als die Acgyptischcn Gläser und höchstens Wohlnur 1100 Jahre vor Christi Geburt zurück, sind die von Niniveh , unterdenen sich eine wohlcrhaltenc Vase von grünlichweißem durchsichtigenGlase im Britischen Museum befindet. Dieselbe ist etwa vier Zoll hochund wurde von Capt. Lavard mit einer ähnlichen Vase aus Alabasterausgegeben. Ein nach rechts schreitender Löwe und eine von da nachrechts sich um die Vase ziehende Keilschrift ist aus beiden Vasen in ganzgleichen Charakteren eingegeben. An einem kleinen Niniveher Glasseg-mcnt von derselben Farbe, wie die Vase, sand ich das spez. Gew. —2,tä6 und die Härte — 8^. Unter teil Lveischen Alterthümern desBritischen Museums finden sich GlaSfegmente von Flaschen aus durch-sichtigem, durch Eisen gefärbtem grünlichen Glase; dann auch ebene Schei-bengläscr, die aber Fragmente von vierkantigen Flaschen zu sein scheinen,was auch von vielen Römischen sogenannten Scheibengläsern gelten dürste.
Unter solchen Römischen Gläsern kcS Britischen Museums findet sichein in Untcritalicn gefundenes Armband von schwärzlich braunem Glasemit mehreren eingepreßten Acolusköpfen. Das Armband ist sonst sehrroh gearbeitet und erinnert an die in der Industrieausstellung befindlichenGlaserzeugnisse der Gold-küste und Ashanti, die gleichfalls aus solchenArmspangcn bestehen. Ob obige in Unteritalien gefundene Armspangcaus der Römerzeit oder schon aus der früheren der Griechischen Ansiedlerstammt, ist nicht anzugeben, jedenfalls ist sie von ganz anderer und nichtso vollkommener Arbeit, als die in Pompeji und Herkulanum gefundenenGlasgegcnstände.
Es scheint übrigens die Glasmacherkunst von den Griechen imeigentlichen Griechenland wenig oder gar nicht betrieben worden zu sein.Bis jetzt haben sich daselbst keine anderen Gläser gefunden, als erst ausder Zeit der Römischen Herrschaft; vielleicht aber dürfte man in denGriechischen Kolonien Glas dargestellt haben und es könnte die erwähnteArmspange mit den Acolusköpfen ein solches von Neapolis sein.
Ueber obige und andere Aegyptischc, Assyrische, Lvcische und Römischeantike Gläser behalte ich mir vor, ein MehrereS in einer archäologischenZeitschrift mitzutheilen.
Ob die Germanischen Völker in früher Zeit schon Glas verfertigthaben, ist wohl nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Es finden sich zwarin Germanischen Gräbern und in Begleitung Germanischer Alterthümerauch Glasgcgenstände, namentlich Perlen und gefärbte Glasröhrenftück-