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XXIV. Klasse. Glaswaaren.
in den Handel kommt und sich diese beiden Fabrikationen auf diese Weisegegenseitig in die Hände arbeiten.
Hat England und Belgien bezüglich der Quantität und Qualitätseiner Glasproduktc, sowie Frankreich wenigstens bezüglich der letzterenaußerordentliche Fortschritte in der neuesten Zeit gemacht, so kann mansolches von Deutschland , welches so lange Zeit unübertroffen in dieserHinsicht dagestanden bat, in Bezug aus das Ganze seiner Glasindustrieleider nicht sagen, obgleich einzelne Fabriken noch immer das Vollkom-menste liefern, was in diesem Industriezweige geliefert werden kann. Einsder hauptsächlichsten Hindernisse, welches dem Fortschreiten der DeutschenGlasindustrie im Wege steht, ist der Mangel an schnellen und billigenKommunikationömitteln, wodurch nicht nur die Zufuhr der Rohmateria-lien sehr vertbcucrt wirb, sondern auch die Fabrikate dann nicht mit derLeichtigkeit und Billigkeit abgesetzt werden können, wie solches z. B. inEngland und Belgien der Fall ist.
Daß aber sogar unsere Glaöfabrikation im Abnehmen begriffen ist,crgicbt sich aus dem Eingehen so vieler derartiger Werke. Es hat sich,trotz mehrerer neu entstandener Hütten, doch der Gesammtbetrag derselbenum ,'o vermindert, ohne daß die anderen um so viel an Erweiterung undAusdehnung gewonnen hätten oder durch vermehrte Produktion diesenAusfall deckten. Die große Konkurrenz und der durch die billiger geliefer-ten fremdländischeil Fabrikate verminderte Absatz nach Außen, sowie auchder ait manchen Qrten entstandene Mangel an Brennmaterial befördertediese Abnahme. ") Früher bestanden in Deutschland über 500 Glasfa-briken und jetzt mögen es deren kaum noch -450 sein. In einigen Gegenden,wo brennbare Fossilien vorhanden, haben sich indessen einige neue Hüttengebildet und werden sich noch mehr bilden, wenn die Schmelzung mit ausdiesen brennbaren Fossilien gewonnenen Gasen, welche man an mehrerenOrten Deutschlands schon mit gutem Erfolg und vielem Vortheil anwen-det, sich mehr Eingang wird verschafft haben.
Im Steinkohlendistrikte von Saarbrücken befinden sich gegenwärtig10 Glasfabriken und zwar von
1. E. R. Vopclius in Sulzbach für grünliches und weißes Tafel-glas mit 1 Ofen zu 8 Häfen und 1 Ofen zu l 0 Häfen und einerjährlichen Produktion von 1,500,000 Quadratsuß Tafelglas.
2. Adolph Wagner daselbst. Grünliches und weißes Tafelglas,Gärtncreiglas und Buttelglas, mit 1 Ofen zu 10 Häfen für Tafel-glas, jährlich ungefähr 800,000 Quadratfaß, 1 Ofen zu Büttelglas, jährlich für etwa 600,000 Stück.
3. G. Reppcrt Sohn in Friedrichöthal
1 Ofen zu 6 Häfen i
1 „ „ 8 „ ^ eirca 1,200,000 Qdtsuß. Tafelglas.
1 12
1 „ „ 6 „
circa 600,000 Flaschen.