Band 
Dritter und letzter Theil.
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320
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Z20 XXIV. Klasse. Glaswaaren.

det, ähnlich dem schon früher erwähnten von den Herren Claudel und Houghtonausgestellten.

Zwischen zwei Paar Säulchen, welche anf einem Brette so angebracht sind, daßzwei in der Längendimension des Brettes feststehen, zwei andere diesen gegenüber ste-hende aber mittelst Schraube» diesem feststehenden genähert oder von diese» entferntgestellt werden können, liegt der horizontale Glascylinder in der Weise auf, daß erleicht mit der Hand um seine eigene Längenachse gedreht werden kann. In diesemZwecke ist auf jedem Säulchen ein kleines Rad befestigt, dessen Achse parallel derLängenachse des Cylinders läuft und beim Umdrehen des Cylinders sich mit herum-dreht und so die Drehung des Cylinders erleichtert.

Am Ende des Brettes steht ein anderes senkrecht, welches ebenfalls verschiebbarist und gegen welches der abzuschneidende Cylinder oder Glassturz angedrückt wird.Am entgegengesetzten Ende, an dem feststehenden Säulchen, ist dann ein Quadrantvon Messing in der Höhe befestigt, daß das andere Ende des Quadranten in glei-chem Horizonte mit dem obersten Rande des in dem Säulchen angebrachten Rädchenssteht. Mittelst eines Charniers ist an dieses Ende des Quadranten ein Messingstabbefestigt, der am anderen Ende einen an diesem Stäbe verschiebbaren und mittelsteiner Schraube festzustellenden, senkrecht aufdiesen Stab »ach unten gerichteten, Demantträgt, der genau so eingestellt wird, daß seine Spitze auf den eben erwähnten ober-sten Rand des in dem Säulchen angebrachten Rädchens zu stehen kommt. Der Cy-linder oder Glassturz, der kreisförmig abgeschnitten werden soll, wird nun so ausdie Säulchen gelegt, daß der Demant im Innern des Cylinders da, wo die Ab-schneidung erfolgen soll, einsetzt. Wird nun der Cylindcr gedreht, indem er an dasquer vorstehende Brett angedrückt wird, so kann der zirkelrunde Schnitt ganz knappan dem Rande und doch sehr genau ausgeführt werben.

Die von Herrn Hartley ausgestellten farbigen Glastafeln bekundeten gleich-falls die Fortschritte, welche man in Darstellung des farbigen Tafelglases in Englandgemacht. Das Rubinglas war von einer schönen Farbe, obgleich die Tafeln wegender sehr großen Dimensionen nicht überall den gleichen Farbenton zeigten, an denRändern gewöhnlich dunkler und gleichfalls nicht frei von alten Adern waren.

Von dem gewalzten Plattenglase (rolle«! plate), welches dem Herrn Hartleypatentirt ist, wird in dem Abschnitt III. die Rede sein.

2. Kolonieen.

Aus den Britischen Kolonieen waren keine zu dieser Abtheilung gehörenden Ein-sendungen gemacht worden. An einigen Indischen Holzarbeiten waren kleine Glas-spiegel und mit Lackfarben an der unteren Seite gefärbte Glastäfclchen von circa^ iZZoll Größe und ganz gewöhnlicher Arbcit angebracht; ob dieselbe» aber in Indien gefertigt sind, habe ich nicht erfahren können, doch schien die Arbcit, den Hohlgefä-ßen nach zu schließen, der dortigen Gegend anzugehören.

K. 84.

N u sr land.

Von Rußland waren nur drei Einsendungen aus dieser Abtheilung erfolgt,nämlich unter

Nr. 294 von Monssin Pouschkin, Gouvernement Novgorod, Distriktvon Brestezk und unter

Nr. 295 von Kokkanoffzu St. Petersbnrg, Walzenglas von verschiedenerGröße und Stärke. Die Tafeln waren sorgfältig und gleichförmig gearbeitet, ziem-lich weiß und von schönem Glänze, indessen war die Schmelzung nicht ganz voll,kommen und das Glas nicht frei von kleinen Bläschen.