Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
351
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tz. 92. Fein- oder Krystallglas. Z51

W. H. B. und I. Richard so» zu Stourbridge baben durch ihre reiche Einsendungder verschiedenartigsten Krystallgläser gezeigt, daß sie in Bezug der Darstellung desweißen wie des farbigen Glases, des Schliffs, der Politur, der Malerei und Deko-ration überhaupt das Vorzüglichste, was England in diesem Zweige der GlaSsabri-kation darbietet, zu leisten im Stande sind. Ein Gleiches gilt von den Einsendungender Herren: Davis, Greathead und Green zu Stourbridge , Thomas Webbdaselbst, Lloyd und Summersielv zu Birmingham , George Bacchus undSöhne daselbst, Rice Harris und Sohn daselbst, John Powell undSöhne zu London und Apsley Pellatt und Eomp. daselbst, worunter die bei-den Letzteren und zwar Powell sicki durch sein vortreffliches Diamantglas ausAmerikanischem Sande und Letzterer durch die mannigfaltigsten Arten des Bleiglases,sowie durch Nachahmung alter Venetianischer Gläser sich auszeichneten. Probendieser Gläser besinden sich in der Sammlung des Königlichen Gewerbe-Institutszu Berlin .

Thomas Wood zu Stourbridge, William Naylor zu London und be-sonders Joseph George Green daselbst stellten ausgezeichnete Arbeiten von GlaS-schleisereien und Graviruugcn aus.

Perrp und Comp. zu London . Hancock. Rirv» und Dunt daselbst, WT. Copelaud zu Stoke upon Trcut (Klaffe XXV.) sind zwar keine Glasfabrikan-ten, stellten aber, namentlich die beiden Ersteren, schöne und geschmackvolle Kron-leuchter, Letzterer Tischgeschirr von trefflichem Krystallglase aus.

E. Varuish und Comp. zu London habe» eine große Anzahl von Hohlglä-sern aufgestellt, sowohl farblose, als farbige und überfangene, welche auf der Innen-seite mit einer dünnen Schicht Silber überzogen waren, wodnrch die farblose» Glä-ser ein silberartiges Aussehen erhielten. Zu diesem Zwecke sind die Gefäße, wie Vasenu. dgl., doppelt, am Boden befindet sich die Eintragsöffnung für die Silbersolution, auswelcher durch Traubenzucker das Silber metallisch präzipitirt wird. Die Oeffnungwird dann durch einen paffenden Glasstöpsel oder Glasplatte, deren Rand zum bes-seren Halt mit Mastirlack bestrichen wird, hermetisch verschlossen. Die Gläser warenvon Powell verfertigt.

Einsendungen der Britischen Koloniee».

a) Unter den Indischen Einsendungen fanden sich mehrere Armbänder vontürkisfarbenem. gelblichgrünem und smaragdgrünem Glase vor, welche bezüglich desGlases wie des rautenförmigen Schliffs tadelfrci waren. Weiße, innen mit Muschel-gold vergoldete Hohlgläser zu Salben zeigten nichts Besonderes.

b) Aus Britisch Guiana fanden sich blaue und braune Perlen vor, die zu

Leibgürteln verarbeitet waren; ob die Perlen dort gefertigt sind, habe ich nicht er-fahren könne». -

c) Goldküste und Ashanti. Armbänder von bräunlichem und blauem un-durchsichtigen Glase, sehr roh gearbeitet, erinnern au die antiken Armbänder ausGroßgriechenland. Die Armbänder sollen von den Ashanti'S durch Umschmelzen vonEuropäischen Glasperlen gefertigt werden.

el) Ceylon. Kleine flachgedrückte Flaschen von gut geschmolzenem weißem Glas«zur Aufbewahrung von Oelen.

2. Aus Rußland war nur eine Einsendung aus dieser Abtheilung erfolgt.

Frau Ralinski aus Kaluga hatte ein Sortiment Tischgläser geliefert, anwelchen das Glas sehr gut geschmolzen, jedoch zu dunkel gefärbt war. Der Schliffließ nichts zu wünschen übrig.

3. Der Zollverein und Rorddeutschland.

Unter den Einsendungen aus den Zollvereins-Staaten stehen die Fabrikate derReichsgräflich Schaffgotschschen Josephinenhütte zu Schreibershau in Schlesien